Der Nationale Forschungsschwerpunkt «Plant Survival – Überlebenserfolg von Pflanzen in naturnahen und landwirtschaftlichen Ökosystemen» untersucht die physiologischen Grundlagen des Überlebenserfolgs von Pflanzen sowie die ökologischen Interaktionen mit anderen Pflanzen, Mikroorganismen, Pflanzenfressern und abiotischen Faktoren, die zum Überlebenserfolg beitragen. Die Forschungsprojekte können in drei Themenbereiche gegliedert werden: Pflanzenphysiologie, Ökosysteme und Umsetzung in die Praxis.
Im ersten Themenbereich werden die physiologischen und molekularen Mechanismen erforscht, die es Pflanzen (Arabidopsis, Petunia, Rebe oder Weizen) erlauben, Krankheitserregern, Pilztoxinen, unvorteilhaften Klimaeinflüssen, Nährstoffmangel oder Überschwemmungen zu widerstehen.
Die ökologisch orientierten Projekte studieren Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und ihrer Umwelt in naturnahen und landwirtschaftlichen Ökosystemen. Die untersuchten Wechselwirkungen erstrecken sich teilweise über mehrere Glieder der Nahrungskette. Dabei konzentriert sich die Forschung auf die Auswirkungen von lang anhaltendem Selektionsdruck durch Nährstoffmangel, Pflanzenfresser und ihre Feinde, Pestizide, und andere Faktoren.
Im Bereich der Umsetzung in die Praxis versuchen die Forschenden durch enge Zusammenarbeit mit Partnern aus der Landwirtschaft, die Basis zur Entwicklung von qualitativ hochstehenden Produkten im Pflanzenbau zu schaffen.
Zudem sollen Richtlinien für Politikerinnen und Politiker und andere Entscheidungsträger erarbeitet werden. Diese Richtlinien sollen helfen, naturnahe und landwirtschaftlich genutzte Gebiete und insbesondere deren Artenvielfalt zu schützen.
Der NFS Plant Survival etabliert zudem ein Graduiertenkolleg mit dem Ziel, den Doktorierenden eine strukturierte Ausbildung anzubieten. Der wissenschaftlichen und öffentlichen Kommunikation sowie der Mobilität von Doktorierenden wird im Rahmen des Kollegs eine besondere Bedeutung beigemessen.
Finanzen
2005 – 2008:
CHF 29'160'340 (Beitrag SNF: 13'000'000; Eigen-/Drittmittel: 16'160'340)
2001 – 2004:
CHF 29'074'247 (Beitrag SNF: 13'955'400; Eigen-/Drittmittel: 16'366'573)