Zeitschrift Horizonte: Männer, Frauen und alle Anderen

27.11.2015

Manche Menschen sind weder Mann noch Frau. Die neuste Ausgabe von Horizonte thematisiert den Umgang von Medizin und Gesellschaft mit dieser Uneindeutigkeit. Weiter nimmt das Schweizer Forschungsmagazin Kanäle im Internet unter die Lupe, die Forschung in bunte Stories packen und damit ein Millionenpublikum erreichen.

​Die Biologie kennt mehr als männlich und weiblich. Besser bekannt sind diese Varianten der Geschlechtsentwicklung unter den Begriffen Intersexualität, drittes Geschlecht oder als Zwitter. Es werden viel häufiger Menschen mit uneindeutigem Geschlecht geboren, als dies von der Gesellschaft wahrgenommen wird. Die neuste Ausgabe von Horizonte erklärt die biologischen Ursachen für Varianten der Geschlechtsentwicklung und zeigt, warum die Gesellschaft und das Rechtssystem noch immer nach einem adäquaten Umgang mit der Eindeutigkeit suchen.

Einen zweiten Schwerpunkt setzt die November-Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins auf die neue Generation der Wissenschaftskommunikatoren. In der Digitalsphäre werden Geschichten aus der Forschung kürzer, frecher und farbiger erzählt und erreichen über Youtube, Facebook und Blogs ein Millionenpublikum.

Auch porträtiert Horizonte den diesjährigen Träger des nationalen Latsis Preises, den Biologen Richard Benton. Er studiert den Geruchssinn eines Insekts, das insbesondere im Sommer in Schweizer Küchen anzutreffen ist: der Fruchtfliege.

Weitere Artikel befassen sich mit der Geschichte der Kurden, der Anthropologie der Art Basel, mit dem Röntgenbild des Pigments Berliner Blau und mit Perowskit, dem Baustein der Träume für Anwendungen im Gebiet Solarstrom, Laser und Energie.

Horizonte 107, November 2015: Intersexualität – Frauen, Männer und alle Anderen (Artikel und Online-Magazin)

Das Schweizer Forschungsmagazin Horizonte berichtet über Neuigkeiten aus der Wissenschaft und erörtert forschungspolitische Fragen von internationaler Bedeutung. Horizonte wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) in Zusammenarbeit mit den Akademien der Wissenschaften Schweiz herausgegeben. Es erscheint viermal im Jahr in Deutsch und Französisch; eine englische Version ist online verfügbar.


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