Gender Monitoring (Teil 2): je höher die Karrierestufe, desto weniger Frauen

Gender Monitoring (Teil 2): je höher die Karrierestufe, desto weniger Frauen
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An den universitären Hochschulen in der Schweiz studieren mehr Frauen als Männer. Professorinnen hingegen sind eine Minderheit. Diese Schieflage widerspiegelt sich ebenfalls bei den Gesuchen, die der SNF erhält.

Der Rückgang des Frauenanteils auf den akademischen Karrierestufen wird auch als Leaky Pipeline bezeichnet, als undichte oder lecke Rohrleitung. Die Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) aus dem Jahr 2020 zeigen ein eindeutiges Bild: An den Universitäten und ETH ist die Leaky Pipeline ausgeprägt - und zwar in allen Fachbereichen. In den Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) wie auch in den Lebenswissenschaften (LW) bilden Frauen zu Beginn und während des Studiums die Mehrheit. Bei den Professuren beträgt ihr Anteil lediglich 30% (GSW) respektive 23% (LW). In den MINT-Fächern ist die Ausgangslage anders: Hier sind die Studentinnen mit 36% in der Minderheit. Nur halb so hoch - nämlich 18% - ist der Anteil der Professorinnen.