Ihr Lebenslauf – alles zum CV-Format

Mit dem Fördergesuch reichen Sie ein Curriculum Vitae (CV) gemäss den Vorgaben des SNF ein. Darin beschreiben Sie Ihre bedeutendsten Leistungen als Forscherin oder Forscher.

Über welche wissenschaftliche Qualifikation im umfassenden Sinn verfügen Sie? Für Gutachtende und Evaluationsgremien ist dies eine der zentralen Fragen, wenn sie Ihr Gesuch beurteilen. Das CV gibt Antwort. Es besteht aus fünf Elementen:

  1. Ausbildung
  2. Bisherige und laufende Anstellungen
  3. Bedeutendste Leistungen mit ausgewählten Arbeiten
  4. Netto akademisches Alter
  5. ORCID-Identifikationsnummer

Das Schwergewicht legen wir auf die von Ihnen beschriebenen Leistungen und die dazugehörigen ausgewählten Arbeiten. Eine umfangreiche Liste von Publikationen ist nicht Teil des CV. Dies vergrössert die Chancengleichheit und ermöglicht eine Beurteilung, die sich an den DORA-Grundsätzen ausrichtet.

Bitte beachten Sie: Die Leistungen müssen nicht in einem direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Gesuch stehen. Es geht darum, dass Sie allgemein Ihre bisher wichtigste Forschung beschreiben. Fachkompetenzen, die für das Projekt relevant sind, führen Sie in erster Linie im Forschungsplan auf. So können Sie den Lebenslauf einmal erfassen und dann mit kleineren Anpassungen für weitere Gesuche verwenden, auch in anderen Förderinstrumenten des SNF. Dadurch reduziert sich Ihr Aufwand und es bestehen weniger Überschneidungen zwischen CV und Forschungsplan.

Das netto akademische Alter umfasst die Zeit, welche Sie tatsächlich der Forschung widmen konnten, nach Abzug von Unterbrüchen und nichtwissenschaftlicher Arbeit.

Für das CV benötigen Sie eine ORCID-iD. Dieser internationale Erkennungscode für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verknüpft Sie eindeutig und dauerhaft mit Ihrer Forschung.

News vom 28.02.2022: Neues Format für das CV

Mehr Informationen zum Curriculum Vitae:

  • Bedeutendste Leistungen mit ausgewählten Arbeiten

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    Im CV beschreiben Sie in eigenen Worten die eins bis drei bedeutendsten Leistungen Ihrer Laufbahn. Die Gesamtlänge des Texts ist auf eine A4-Seite beschränkt. Die Beschreibungen können zum Beispiel Folgendes enthalten: Ihr Beitrag an die Forschung; Ihre Erkenntnisse und deren Einfluss auf die Wissenschaft oder die Gesellschaft; der historische Kontext des wissenschaftlichen Problems; das Problem selber. Andere Aspekte sind ebenfalls zulässig.

    Geben Sie als Referenzen maximal zehn Arbeiten an, die Sie frei auf die Leistungen verteilen können. In Frage kommen alle Arten von Arbeiten wie Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, Buchkapitel, Konferenzbeiträge, Datensets etc. Bitte verzichten Sie darauf, eine Arbeit mehrfach zu nennen.

    Mögliche ArbeitenExternal Link Icon

    Die bedeutendsten Leistungen müssen nicht mit Ihrem aktuellen Gesuch zusammenhängen oder direkt dafür relevant sein. Es geht darum, dass Sie allgemein Ihre bisher wichtigste Forschung beschreiben.

    Ihre wissenschaftliche Qualifikation beurteilen wir vor allem anhand dieser kurzen Beschreibungen und der zugehörigen Arbeiten. Die Anzahl und die Art der Leistungen variieren je nach Laufbahnphase und Disziplin stark. Dies berücksichtigen wir bei der Evaluation.

  • Netto akademisches Alter

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    Wie lange haben Sie seit der Dissertation oder dem medizinischen Staatsexamen tatsächlich forschen können, nach Abzug von Unterbrüchen und nichtwissenschaftlicher Arbeit? Diese Zeitspanne zwischen Ihrem Abschluss und der Einreichung des Fördergesuchs ist das netto akademische Alter, berechnet in Vollzeitäquivalenten (VZÄ). Im CV geben Sie es in Jahren und Monaten an. Wir beurteilen Ihren Leistungsausweis im Verhältnis zum netto akademischen Alter, was einen fairen Vergleich mit anderen Gesuchstellenden erlaubt. Abzüge können Sie zum Beispiel geltend machen für Mutterschaft oder Vaterschaft, Krankheit, Weiterbildung und Dienst für die Allgemeinheit.

    Haben Sie zum Zeitpunkt der Gesuchseingabe das Doktorat oder Staatsexamen noch nicht abgeschlossen, gilt das akademische Alter von 0. Dies ist unter anderem bei Postdoc.Mobility möglich. Manche Förderinstrumente wie Doc.CH und BRIDGE verlangen von den Gesuchstellenden kein Doktorat oder Staatsexamen; hier wird kein akademisches Alter berechnet.

    SNF Netto akademisches Alter (PDF)

  • ORCID-Identifikationsnummer

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    Damit Sie Ihren Lebenslauf erstellen können, benötigen Sie eine ORCID-Identifikationsnummer (ORCID-iD). Dieser internationale Erkennungscode verknüpft Sie eindeutig und dauerhaft mit Ihrer Forschung, unabhängig von Namensänderungen, unterschiedlichen Schreibweisen des Namens oder einem Wechsel der Institution.

    Als Forscherin oder Forscher haben Sie die vollständige Kontrolle über Ihre Daten im ORCID-Profil. Sie entscheiden, welche Informationen mit Ihrer Identifikationsnummer verknüpft werden und welche davon für wen sichtbar sind. Der Name und die ORCID-iD sind immer öffentlich.

    Beachten Sie bitte, dass die öffentlich einsehbaren Inhalte des ORCID-Profils auch für die Gutachtenden und das Evaluationsgremium zugänglich sind. Deshalb empfehlen wir Ihnen, im Profil die aktuellsten und wichtigsten Arbeiten aufzulisten. Arbeiten, die Sie auch im CV aufnehmen wollen, können Sie direkt in das SNF-Portal importieren.

    Verwaltet wird die kostenlose Identifikationsnummer von ORCID, einer unabhängigen und gemeinnützigen Organisation. Die Mitglieder sind unter anderem Hochschulen, Verlage und Forschungsförderer aus der ganzen Welt.

  • FAQ

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    Müssen alle Gesuchstellenden einen Lebenslauf im neuen Format einreichen?

    Ja, alle Gesuchstellenden, d.h. die gesuchstellende Person und die Mitgesuchstellenden, müssen ihren Lebenslauf im neuen Format erstellen und einreichen. Das Format wird ab Oktober 2022 in den Förderinstrumenten schrittweise umgesetzt (siehe Link). Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der einzelnen Förderinstrumente und auf mySNF.

    Einführung des neuen Lebenslaufs in den Förderinstrumenten des SNF (PDF)

    Benötige ich einen Lebenslauf für ein Gesuch im Rahmen des Lead-Agency- und des Weave-Verfahrens?

    Ja, ab dem 1. Oktober 2022. Bis zum 1. Oktober 2022 ist für Gesuche im Rahmen des Lead-Agency- und Weave-Verfahrens, die von der Partnerorganisation begutachtet werden, kein Lebenslauf im neuen Format erforderlich. Schweizer Gesuchstellende können sich an den bisher geltenden Leitlinien für Lebensläufe und für die Liste der Forschungsergebnisse orientieren. Für die Forschungspartner im Ausland sind keine Lebensläufe erforderlich.

    Richtlinien für CV und Forschungsoutput (Lead Agency and Weave) (PDF)

    In welcher Sprache muss ich meinen Lebenslauf einreichen?

    Der Lebenslauf muss in der Sprache des Forschungsplans verfasst sein.

    Wo kann ich meinen Lebenslauf für ein Gesuch beim SNF erstellen?

    Der Lebenslauf für ein Gesuch um ein Förderungsinstrument des SNF kann auf dem SNF-Portal erstellt werden.

    Weshalb benötige ich einen ORCID-Account?

    ORCID steht für Open Researcher and Contributor ID. Diese globale, nicht gewinnorientierte Organisation finanziert sich aus den Beiträgen ihrer Mitgliedsorganisationen, zu denen auch der SNF gehört. Ihre persönliche ORCID iD stellt sicher, dass Sie korrekt identifiziert werden, und stellt die Verbindung zu Ihren Arbeiten, Auszeichnungen und Institutionen her. Wenn Sie noch keine ORCID iD haben, müssen Sie für das neue Format Ihres Lebenslaufs eine solche einrichten.

    Kann ich nach der Gesuchseinreichung Daten zu meinem ORCID-Profil hinzufügen?

    Ja, Sie können jederzeit Daten zu Ihrem ORCID-Profil hinzufügen. Ihr Lebenslauf wird dadurch nicht automatisch aktualisiert.

    Kann ich den neuen Lebenslauf für Mitgesuchstellende ausfüllen?

    Nein, alle Gesuchstellenden müssen einen eigenen Lebenslauf mit eigener ORCID iD erstellen.

    Kann ich jemandem die Befugnis geben, in meinem CV-Account zu arbeiten?

    Wir empfehlen, dass Sie niemandem gestatten, Ihren Lebenslauf zu bearbeiten, und dass Sie Ihre ORCID-Anmeldedaten an niemanden weitergeben.

    Können Mitglieder des Evaluationsgremiums und externe Expertinnen und Experten mein ORCID-Profil einsehen?

    Ihre ORCID iD ist als aktiver Link in Ihrem Lebenslauf sichtbar, und je nach den von Ihnen gewählten Sichtbarkeitseinstellungen haben die Begutachtenden Zugang zu der von Ihnen zusammengestellten Liste von Arbeiten in Ihrem ORCID-Profil. Da Ihre ORCID iD den Begutachtenden mitgeteilt wird, empfiehlt der SNF, dass Ihre neuesten und wichtigsten Arbeiten in Ihrem ORCID-Profil sichtbar sind.

    Arbeiten in Ihrem ORCID-Account erfassenExternal Link Icon

    Welche Kriterien werden bei der Bewertung des Lebenslaufs angewendet?

    Der SNF hat die «San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA)» unterschrieben, welche Förderorganisationen empfiehlt, die Kriterien, die zur Beurteilung der wissenschaftlichen Produktivität der Gesuchstellenden angewendet werden, ausdrücklich zu nennen. Dabei soll die wissenschaftliche Qualität, der Wert und der Einfluss/die Wirkung der gesamten Forschungsarbeiten (inkl. Datensets, Software, Prototypen) zusätzlich zu den Publikationen berücksichtigt werden. Deshalb verlangt der SNF von allen Gesuchstellenden ein standardisiertes Set von Informationen.

    Der SNF orientiert sich bei der Bewertung des Lebenslaufs weiterhin an den folgenden Kriterien:

    • wissenschaftliche Qualifikation der/des Gesuchstellenden und wissenschaftliche Qualität und Bedeutung der Forschungsergebnisse, basierend auf den bisherigen Leistungen
    • Fähigkeit des/der Gesuchstellenden, ein Forschungsprojekt in eigener Verantwortung durchzuführen.

    Kriterien (Artikel 24)External Link Icon

    Weshalb verlangt der SNF den Lebenslauf in einem neuen Format?

    Der SNF hat die «San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA)» unterschrieben, welche Förderorganisationen empfiehlt, die Kriterien, die zur Beurteilung der wissenschaftlichen Produktivität der Gesuchstellenden angewendet werden, ausdrücklich zu nennen. Dabei soll die wissenschaftliche Qualität, der Wert und der Einfluss/die Wirkung der gesamten Forschungsarbeiten (inkl. Datensets, Software, Prototypen) zusätzlich zu den Publikationen berücksichtigt werden.

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