Jahresbericht 2025

Keyvisual Jahresbericht 2025
© CC BY-NC-ND: Mirjam Widmer, Jens Meissner, Nina Wolfrum, Jayant Abhir / SNSF Scientific Image Competition

Schub für Wirtschaft und Gesellschaft – Rekordnachfrage trifft auf begrenzte Mittel

Im Jahr 2025 hat der SNF 1,2 Milliarden Franken in 2400 Forschungsprojekte investiert. Alle Projekte setzten sich in Wettbewerbsverfahren nach höchsten internationalen Standards durch. Ihre Ergebnisse werden wesentlich zur Innovationskraft der Schweiz beitragen.

In die Projektförderung, das grösste Instrument, flossen 2025 mehr Mittel als 2024. Diese reichten jedoch bei weitem nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden. Der SNF konnte nur noch 30 Prozent der Gesuche bewilligen, deutlich weniger als im Jahr 2024 (36 Prozent).

In den kommenden Jahren wird die Schere zwischen der Nachfrage und den zur Verfügung stehenden Mitteln weiter aufgehen. Denn der Bund hat im Rahmen des Entlastungspakets 27 unser Budget um fünf Prozent gekürzt. Von 2027 bis 2029 wird der SNF insgesamt rund 200 Millionen Franken weniger erhalten. Deshalb hat er 2025 Änderungen seiner Forschungsförderung beschlossen. So pausiert, reduziert oder streicht er mehrere Förderinstrumente.

Erfahren Sie mehr über unsere Tätigkeit im Jahr 2025:

  • Vorwort der SNF-Leitung

    Dropdown Icon

    In die wissenschaftliche Forschung investieren zum Wohl unseres Landes

    Der Schlüssel zum Erfolg: Die Schweiz hat früh erkannt, dass sie in Ideen und Innovationen investieren muss, da sie weder über Rohstoffe noch über geopolitische Macht verfügt. Auf diese Weise sichert unser Land seine wirtschaftliche Attraktivität und den Markterfolg seiner KMU und Grossunternehmen. Die Innovationskraft, die der Schweiz jedes Jahr den ersten Platz im Ranking der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) einbringt, hat ihren Ursprung in der wissenschaftlichen Forschung; sehr oft in der öffentlichen Grundlagenforschung, wie sie vom SNF gefördert wird.

    Nun droht jedoch eine Gefahr für dieses Schweizer Erfolgsrezept. Das Entlastungspaket 27 des Bundes wird ab dem nächsten Jahr zu einer Kürzung des SNF-Budgets führen. Das Problem: Schon jetzt können wir viele innovative Projekte nicht finanzieren.

    Die Mittel, die der SNF vom Bund erhält, werden in einem harten, aber fairen Wettbewerb an die besten Forschenden der Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen der verschiedenen Kantone vergeben.

    Durch die von ihr finanzierte Forschung sichert die Schweiz zudem ihre Widerstandsfähigkeit und Unabhängigkeit. So hat der SNF beispielsweise in den letzten zehn Jahren über 1300 Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz unterstützt; heute kann unser Land eigene KI-Algorithmen entwickeln und sie der Wirtschaft und Gesellschaft zur Verfügung stellen. Die Forschung stimuliert die Innovationskraft der Wirtschaft und deren Wettbewerbsfähigkeit, schafft Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

    Angesichts des derzeitigen Drucks auf die Bundesfinanzen hat der SNF gezeigt, dass er schnell reagieren und Prioritäten setzen kann, um eine wirksame Forschungsförderung aufrechtzuerhalten. Dies geschieht jedoch zu einem Zeitpunkt, da unsere Konkurrenten in Europa und anderswo ihre Investitionen in Forschung und Innovation erhöhen, um den wachsenden geopolitischen Gefahren und Unsicherheiten zu begegnen. Mangels Macht muss die Schweiz das wichtigste Instrument schützen, das sie einsetzen kann: die Wissenschaft.

    Jürg Stahl
    Präsident des Stiftungsrats

    Torsten Schwede
    Präsident des Forschungsrats

    Katrin Milzow
    Co-Direktorin

    Thomas Werder Schläpfer
    Co-Direktor

  • Kennzahlen zur Forschungsförderung

    Dropdown Icon

    Neu bewilligte Mittel 2025

    In anspruchsvollen Wettbewerbsverfahren haben wir im vergangenen Jahr 8997 Gesuche um Finanzierung evaluiert und 2849 bewilligt. Sie erhielten gesamthaft 1218 Millionen Franken. Mit dem Grossteil des Geldes förderten wir 2442 Forschungsprojekte (inkl. 508 Massnahmen des wissenschaftlichen Austauschs). Zu den Projekten gehören 414 Stipendien, die Forschenden in frühen Phasen ihrer Karriere Aufenthalte im Ausland ermöglichen.

    Mit weiteren Beiträgen unterstützten wir 407 Open-Access-Publikationen (Bücher und Buchkapitel). Zusätzlich zu den 2849 bewilligten Gesuchen finanzierten wir über das Portal unseres Partners ChronosHub 1355 Open-Access-Zeitschriftenartikel mit 4,5 Millionen Franken.

    743 Millionen Franken (2024: 685 Millionen) investierte der SNF gesamthaft in die Projektförderung (716 Millionen ohne Spark und Spezialprojekte). Bei diesem Instrument bearbeiten etablierte Forschende mit ihrem Team ein selbstgewähltes Thema. 206 Millionen (2024: 136 Millionen) bewilligten wir für Forschende in frühen Phasen ihrer Karriere und 126 Millionen (2024: 15 Millionen) für Infrastrukturen. Weitere Mittel setzten wir für Forschungsprogramme (105 Millionen, 2024: 105 Millionen) und die Wissenschaftskommunikation (21 Millionen, 2024: 20 Millionen) ein.

    In die Projektförderung flossen damit im Jahr 2025 mehr Mittel als 2024. Diese reichten jedoch bei weitem nicht aus, um der Nachfrage der Forschenden im grössten Instrument gerecht zu werden. Der SNF konnte nur 30% der Gesuche bewilligen, gegenüber noch 36% im Jahr 2024 (ohne Spark und Spezialprojekte). Zahlreiche herausragende Projekte konnten wir daher nicht finanzieren.

    Von den gesamthaft neu zugesprochenen Förderbeiträgen gingen je rund ein Drittel in die Lebenswissenschaften (35%) und in das Fachgebiet Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (32%). Ein Viertel des Geldes setzten wir für die Geistes- und Sozialwissenschaften ein (26%). Mit 6% förderten wir bereichsübergreifende Projekte.

    690 Millionen Franken bewilligte der SNF für Gesuche der Universitäten, 301 Millionen für die Institutionen des ETH-Bereichs, 53 Millionen für die Fachhochschulen und 14 Millionen für die pädagogischen Hochschulen. Die Zusatzbeiträge und ergänzenden Massnahmen beliefen sich im letzten Jahr auf 15 Millionen Franken. Diese richteten wir zum Beispiel an Forschende aus, die Kinder betreuen.

    Rund 60% der Fördermittel werden für die Löhne von Forschenden verwendet. In der Regel handelt es sich dabei um Forschende in frühen Karrierephasen, die in einem Projekt mitarbeiten oder die ihr eigenes Projekt durchführen. Mit rund 40% der Mittel werden Forschungs- und Materialkosten finanziert.

    Im Verlauf der Jahre 2024 und 2025 konnten die Schweizer Forschenden schrittweise wieder am weltweit grössten Forschungsprogramm Horizon Europe teilnehmen. Deshalb vergab der SNF im Jahr 2025 nur noch 18 Millionen Franken für Übergangsmassnahmen (2024: 189 Millionen).

    Zusätzlich zu den Fördermitteln erhalten die Hochschulen vom SNF 143 Millionen Franken als Beitrag an die indirekten Forschungskosten (Overhead), die wegen der im Jahr 2025 neu bewilligten Projekte entstehen.

    Laufende Projekte 2025

    Ende 2025 waren 6190 von uns geförderte Projekte im Gang. Daran waren 23’796 Forschende von Hochschulen und anderen Institutionen beteiligt, davon 41,8% Frauen. Die meisten Projekte dauern mehrere Jahre. Der Anteil an Forscherinnen, die ein Projekt leiten, betrug 34,9%. Dies entspricht einer Zunahme von 1,2 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2024.

    Detaillierte interaktive Kennzahlen zum Jahr 2025 sowie die Kennzahlen der Vorjahre befinden sich auf dem Datenportal unter data.snf.chExternal Link Icon.

  • Einblick in die Tätigkeit

    Dropdown Icon

    Laut seiner Strategie will der SNF Veränderungen frühzeitig aufgreifen und sie gemeinsam mit den anderen Akteuren aus Bildung, Forschung und Innovation angehen. Entsprechend haben wir im Jahr 2025 nicht nur Gesuche evaluiert und Projekte gefördert, sondern vielfältige weitere Aufgaben wahrgenommen.

    Rekordhoher Gesuchseingang

    Die vom Bund bereitgestellten Mittel sind in den letzten Jahren nur moderat gestiegen, und künftig ist mit Kürzungen zu rechnen. Gleichzeitig haben sowohl die Zahl der eingereichten Gesuche als auch die Höhe der beantragten Förderbeiträge stark zugenommen. Im Herbst 2025 hat die Projektförderung, mit der der SNF qualitativ hochstehende Grundlagenforschung unterstützt, neue Rekordhöhen erreicht: 1451 Gesuche für 1,3 Milliarden Franken. Zum Vergleich die Zahlen vom Herbst 2021: 944 Gesuche für 774 Millionen Franken.

    Der Anstieg führt dazu, dass die Erfolgsquoten für Gesuchstellende stetig sinken und der SNF viele Projekte, die eine Unterstützung verdient hätten, ablehnen muss. Folglich gehen der Wirtschaft und der Gesellschaft Forschungsergebnisse verloren, die sie dringend brauchen könnten. Um faire Chancen für alle Forschenden zu gewährleisten, haben wir neue Massnahmen und Einschränkungen in der Projektförderung eingeführt. Sie gelten ab dem Gesuchseingang per 1. April 2026.

    Neuer Forschungsrat und Co-Direktion

    Der neue Forschungsrat hat seine Arbeit am 1. April 2025 aufgenommen. Er wird von Torsten Schwede geleitet, der die Nachfolge von Matthias Egger angetreten hat. Der restrukturierte Forschungsrat ist unter anderem für die Festlegung und Überwachung der Förderpolitik und der Evaluationsverfahren zuständig.

    Mit der Reorganisation seiner Organe hat der SNF auf Entwicklungen in der Forschung und ihrer Förderung reagiert. Die neue Struktur ermöglicht mehr Flexibilität und beruht auf den Grundsätzen guter Führung. So kann er seine Aufgaben weiterhin wirkungsvoll wahrnehmen und künftige Herausforderungen bedürfnisgerecht und kompetent bewältigen.

    2025 war auch durch einen Wechsel an der Spitze der SNF-Geschäftsstelle geprägt. Am 1. April haben Katrin Milzow und Thomas Werder Schläpfer die Nachfolge von Angelika Kalt angetreten. Ihr Ziel ist es, eine schlanke und innovative Organisation zu gewährleisten, die Wettbewerb, Qualität und Unabhängigkeit der Forschung unterstützt. Um dies zu erreichen, pflegt die Co-Direktion einen ständigen Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren des Wissenschaftssystems und achtet auf eine tragfähige internationale Zusammenarbeit.

    2025 haben die Nationalen Forschungsprogramme ihren Geburtstag gefeiert. Seit 50 Jahren tragen sie zur Lösung aktueller Herausforderungen bei und fördern den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Ein weiteres Jubiläum: Seit 1975 liegen die vom SNF gesammelten Daten zur Forschungsförderung digital vor. Sie sind auch ein strategisches Instrument bei der Entwicklung neuer Fördermassnahmen und der Optimierung interner Abläufe. Die Daten sind öffentlich zugänglich.

  • Organe

    Dropdown Icon

    Stiftungsrat

    Als oberstes Organ sorgt der Stiftungsrat für die Wahrung des Stiftungszwecks. Er übt die Oberaufsicht über die Tätigkeit der Organe aus. Auf Vorschlag des Forschungsrats verabschiedet er die Grundlagen der Förderpolitik des SNF, namentlich das Mehrjahresprogramm. Der Stiftungsrat ist zuständig für die Genehmigung von Rechnung und Jahresbericht.

    Stiftungsratsmitglieder: Jürg Stahl (Präsident), Prof. Nikola Biller-Andorno, Prof. Astrid Epiney, Dr. Matthias Essenpreis, Prof. Urs Frey, Jörg Gasser, Dr. Agnès Petit (bis
    ), Dr. Laetitia Philippe (Vertreterin des SBFI; bis
    ), Prof. Lothar Thiele.

    Ausschüsse des Stiftungsrats

    Der Stiftungsrat setzt als ständige Ausschüsse den Finanz- und Prüfungsausschuss (FPA) und den Nominations- und Vergütungsausschuss (NVA) ein.

    Der Stiftungsrat wählt jeweils zwei oder drei seiner Mitglieder für eine Amtsdauer von zwei Jahren in den Finanz- und Prüfungsausschuss sowie den Nominations- und Vergütungsausschuss. In der Amtsperiode 2024 bis 2025 nehmen Agnès Petit und Jörg Gasser (FPA) bzw. Astrid Epiney und Nikola Biller-Andorno (NVA) Einsitz. Beide Ausschüsse haben keine Entscheidungskompetenz.

    Delegiertenversammlung

    Die Delegiertenversammlung ist ein Organ des SNF, das erstmals im März 2024 tagte. Als beratendes Organ gestaltet es die Entwicklung des SNF aktiv mit, indem es die Meinungsvielfalt der Schweizer Forschungsgemeinschaft in die Diskussionen einbringt.

    Gemäss den Statuten des SNF besteht die Delegiertenversammlung aus maximal 40 Mitgliedern. Insgesamt 28 Mitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten, des ETH-Bereichs, der Fachhochschulen, der Pädagogischen Hochschulen und der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Forschende in frühen Karrierephasen sind mit drei Mitgliedern in der Delegiertenversammlung vertreten.

    Geleitet werden die Geschäfte vom Büro der Delegiertenversammlung. Es besteht aus der Präsidentin Prof. Elisabeth Stark (Universität Zürich), der Vizepräsidentin Prof. Christine Pirinoli (Fachhochschule Westschweiz), Prof. Christian Bochet (Universität Freiburg) und Prof. Annette Oxenius (ETH Zürich, ab 1.7.2025).

    Universitäten: Prof. Hugues Abriel, Prof. Patrick Gagliardini, Prof. Felix Kessler, Prof. Klaus Möller, Prof. Francesco Pepe, Prof. Sara Rubinelli, Prof. Primo Schär, Prof. Marianne Schmid Mast.

    ETH-Bereich: Prof. Martin Ackermann, Prof. Martin Hairer.

    Fachhochschulen: Dr. Beate Böckem, Prof. Corina Caduff, Prof. Emanuele Carpanzano, Prof. Andreas Gerber-Grote, Prof. Falko Schlottig, Prof. René Hüsler (ab 1.9.2025), Prof. Viktor Sigrist (bis
    ), Prof. Alex Simeon, Prof. Ulrike Zika.

    Pädagogische Hochschulen: Prof. Horst Biedermann, Prof. Dorothee Brovelli.

    Akademien der Wissenschaften: Prof. Yves Flückiger, Prof. Christofer Hierold, Prof. em. Philippe Moreillon, Prof. George Thalmann.

    Gewählte Mitglieder: Philippe Walch (actionuni), Rachel Démolis (actionuni), Laure Piguet (actionuni).

    Interne Revision

    BDO AG, Bern.

    Compliance-Ausschuss

    Prof. Urs Frey (Präsident); Prof. Walter Reith, Prof. Dominik Hangartner, Dr. Rita Pikó, Ingrid Petersson.

    Forschungsrat

    Jährlich beurteilt der Forschungsrat mehrere Tausend dem SNF unterbreitete Gesuche und entscheidet über deren Förderung. Er setzt sich aus bis zu 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, die mehrheitlich an schweizerischen Hochschulen tätig sind. Geleitet wird er vom Vorstand, der die Förderpolitik festlegt.

    72 Milizmitglieder, 40% Frauen, 60% Männer

    Präsident

    Prof. Torsten Schwede (ab 1.1.2025)

    Vorstand (ab 1.1.2025): Prof. Torsten Schwede, Prof. Laura Bernardi, Prof. Kathryn Hess Bellwald, Prof. Stuart Lane, Dr. Katrin Milzow (beratendes Mitglied ohne Stimmrecht), Prof. Nicolas Rodondi, Prof. Rainer Wallny, Dr. Thomas Werder Schläpfer (beratendes Mitglied ohne Stimmrecht).

    Der Forschungsrat ist seit dem 1. April 2025 in ein Komitee für Förderpolitik (Policy-Komitee) und fünf Programmkomitees gegliedert. Diese Komitees fällen die Förderentscheide abschliessend und sorgen für klare Zuständigkeiten sowie transparente Entscheidungsprozesse. Einzelne Mitglieder des Forschungsrats üben dabei ein Doppelmandat aus und sind in mehreren Komitees vertreten.

    Mit dieser Struktur setzt der SNF die neue Governance gemäss den Statuten 2023 um. Gleichzeitig stärkt sie die Panels in ihrer Rolle bei der wissenschaftlichen Evaluation.

    Die Monate Januar bis März 2025 sind im vorliegenden Jahresbericht nicht abgebildet. In diesem Zeitraum entsprach die Struktur des Forschungsrats jener, die im Jahresbericht 2024 dargestellt ist.

    Programmkomitee Projekte (ab 1.4.2025): Prof. Anita Auer, Prof. Natalie Banerji, Prof. Mohamed Bentires-Alj, Prof. Kirsten Bomblies, Prof. Mirjam Christ-Crain, Prof. Manfred Fiebig, Prof. Thomas Flatt, Prof. Julia Gelshorn, Prof. Fabrizio Grandoni, Prof. Daniel Gredig, Prof. Fritjof Helmchen, Prof. Christoph Hess, Prof. Wassilis Kassis, Prof. Emanuela Keller, Prof. Matthias Kliegel, Prof. Jean-François Molinari, Prof. Martin Müller, Prof. John Richard Pannell, Prof. Simona Pekarek Doehler, Prof. Gabriele Rippl, Prof. Carlo Rivolta, Prof. Dominic Rohner, Prof. Frank Schimmelfennig, Prof. Stefan Markus Schmalholz, Prof. Vera Slaveykova-Startcheva, Prof. Fabien Sorin, Prof. Matthias Stuber, Prof. Donna Testerman.

    Programmkomitee Karrieren (ab 1.4.2025): Prof. Antonio Baldassarre, Prof. Dominik Brühwiler, Prof. Philippe Cudré-Mauroux, Prof. Julia Eckert, Prof. Monica Gotta, Prof. em. Gudela Grote, Prof. Sebastian Gurtner, Prof. Henning Müller (ab
    ), Prof. Gabriele Rippl, Prof. Bettina Schaefli, Prof. Peter Scheiffele, Prof. Margitta Seeck, Prof. Verdon Taylor, Prof. Donna Testerman.

    Programmkomitee Internationale Zusammenarbeit (ab 1.4.2025): Prof. Jeffrey W. Bode, Prof. Paulo de Assis, Prof. Olivier Devuyst, Prof. Elisa Fornalé, Prof. Ravit Helled, Prof. Anthony Holtmaat, Prof. Chinwe Ifejika Speranza, Prof. Brenda Kwak, Prof. Carlo Rivolta (ab 4.9.2025), Prof. Daniela Rubatto, Prof. Thomas Südmeyer, Prof. Ralph Weber.

    Programmkomitee Langzeitforschung und Infrastrukturen (ab 1.4.2025): Prof. Christiane Berger-Schaffitzel, Prof. Dominik Brühwiler, Prof. Mira Burri, Prof. Eleni Chatzi, Prof. Roberto Coppari, Prof. Ben Jann, Prof. Antonietta Mira (ab
    ), Prof. Bert Müller, Prof. em. Dimos Poulikakos, Prof. Barbara Rothen-Rutishauser, Prof. Adrian Signer, Prof. Verdon Taylor.

    Programmkomitee Thematische und lösungsorientierte Forschung (ab 1.4.2025): Prof. Mira Burri, Prof. Eleni Chatzi, Prof. Mirjam Christ-Crain, Prof. Roberto Coppari, Prof. Patrick Eugster, Prof Christoph Hess, Prof. Chinwe Ifejika Speranza, Prof. Martin Lengwiler, Prof. Anna Lisa Martin-Niedecken, Prof. Henning Müller, Prof. Matthias Stuber, Prof. Birgit Watzke.

    Komitee für Förderpolitik (Policy-Komitee) (ab 1.4.2025): Prof. Christiane Berger-Schaffitzel, Prof. Julia Eckert, Prof. Thomas Flatt, Prof. Sebastian Gurtner, Prof. Anthony Holtmaat, Prof. Martin Lengwiler, Prof. Anna Lisa Martin-Niedecken, Prof. Mira Antonietta, Prof. Martin Müller, Prof. Simona Pekarek Doehler, Prof. Jess Gerrit Snedeker, Prof. Thomas Südmeyer, Prof. Ralph Weber.

    Fachgruppe Equality, Diversity and Inclusion (EDI) (ab 1.4.2025): Prof. Michèle Amacker (Vorsitz bis
    ), Prof. Jess Snedeker (Vorsitz ab
    ); Prof. Antonio Baldassare (ab
    ), Prof. Yvonne Benschop (bis
    ), Prof. Sébastien Chauvin (bis
    ), Prof. Michelle Cottier (bis
    ), Prof. Stephen Curry (bis
    ), Dr. Serena Dankwa (ab
    ), Prof. Elisa Fornale (ab
    ), Prof. Monica Gotta (ab
    ), Prof. Daniel Gredig (ab
    ), Prof. Ruth Müller.

    Fachgruppe Research Ethics and Integrity (REI) (ab 1.4.2025): Prof. Thomas Südmeyer (Vorsitz); Prof. Mira Burri (ab
    ), Prof. Nadja Capus (bis
    ), Prof. Roberto Coppari (ab
    ), Prof. Olivier Devuyst, Prof. Bijan Fateh-Moghadam (ab
    ), Prof. Gudela Grote, Prof. Jean-François Molinari, Prof. Ralph Weber (ab
    ).

    Ad-hoc-Kommission für die Bearbeitung von Fällen wissenschaftlicher Integrität (ab 1.4.2025): Prof. Nadja Capus (Präsidentin bis
    ), Prof. Bijan Fateh-Moghadam (Präsident ab
    ); Prof. Mira Burri (ab
    ), Prof. Roberto Coppari (ab
    ), Prof. Olivier Devuyst, Dr. Claudia Ellenrieder, Milva Franceschi, Prof. Gudela Grote, Dr. Ladina Knapp, Sophie Kohli, Dr. Daniel Krämer, Dr. François Lavergne, Prof. Jean-François Molinari, Dr. David Möller, Dr. Margot Mütsch, Dr. Cornelia Sommer, Prof. Thomas Südmeyer, Dr. David Svarin, Prof. Ralph Weber (ab
    ).

    80 bis 100 Evaluationsgremien mit insgesamt rund 1000 Mitgliedern unterstützen den Forschungsrat.

    Stand:

    Geschäftsstelle

    Die Geschäftsstelle unterstützt und koordiniert die Tätigkeit von Stiftungsrat, Delegiertenversammlung und Forschungsrat. Sie ist zuständig für alle administrativen Aufgaben sowie für die nationale und internationale Vernetzung und Kommunikation des SNF. Die Durchführung der Evaluationsverfahren ist ihre Kernaufgabe.

    Dieses Jahr beschäftigte der SNF per Stichdatum 341 Personen in verschieden hohen Arbeitspensen. Insgesamt entsprechen diese Pensen 290 Vollzeitstellen. 58 Prozent der Angestellten sind Frauen. 164 Personen arbeiten zwischen 90 und 100 %, 166 Personen zwischen 60 und 89 %, 11 Personen unter 60%.

    Geschäftsleitung > Direktor:in: Dr. Angelika Kalt (bis
    ), Dr. Katrin Milzow und Dr. Thomas Werder Schläpfer (ab 1.4.2025 in Co-Leitung). Leiterin Ressourcenmanagement: Céline Liechti. Leiter Informationstechnologie: Sébastien Stampfli.

    Leitende der Stabsdienste > Kommunikation: Christophe Giovannini. Bereich Strategieprozesse: Dr. Roberto Sala. Rechtsdienst: Dr. Kaspar Sutter. Bereich Führungsunterstützung (ab 1.4. Bereich Generalsekretariat): Dr. Anna Brandenburg (bis 28.2.25), Michaela Strinzel (ab 1.6.2025).

    Leitende bei Ressourcenmanagement > Finanzen: Andreas Kilchenmann. Human Resources: Karim Errassas. Bereich Facility Management: Guy Jaun (ab
    ).

    Leitende bei Informationstechnologie (Bereiche) > IT Research Funding Services: Dr. Laurence Krpoun-Meylan. IT Management & Administration Services: Dr. Frank Neidhöfer. IT Data & Platform Services: Michael Sägesser. IT-Servicedesk: Bruno Tanner. IT Information & Collaboration Services: Peter Tomasini-Monjoe.

    Leitende bei Forschungsförderung > Projekte: Dr. Pascal Fischer. Grant Management: Dr. Michael Hill. Internationale Zusammenarbeit: Dr. Laure Ognois. Karrieren: Dr. Marc Zbinden.

    Leitende bei Entwicklung der Forschung > Langzeit-Forschung: Dr. Jean-Luc Barras. Thematische Forschung: Dr. Pierre Willa. Bereich Data Team: Dr. Anne Jorstad. Bereich Förderpolitik: Srdjan Perko (ab 1.6.25). Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion in der Forschungsförderung: Dr. Jasmine Lorenzini. Nachhaltige Entwicklung: Lea Quilitz.

    Stand:

  • Jahresrechnung

    Dropdown Icon
  • Ausblick

    Dropdown Icon

    Die Welt der Forschung erlebt derzeit eine Phase tiefgreifender Veränderungen und steht vor zahlreichen Herausforderungen. Auch der SNF ist davon betroffen und bereit, sich ihnen in den nächsten Jahren zu stellen.

    Insbesondere wird er seine Förderinstrumente weiterentwickeln, um auch künftig die besten Forschungsprojekte in allen Disziplinen sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs zu unterstützen. Der wirtschaftliche und soziale Fortschritt unseres Landes beruht in hohem Masse auf Ergebnissen aus der Forschung und auf hochqualifizierten Arbeitskräften.

    Die Schweiz nimmt im Bereich Forschung und Innovation eine Spitzenposition ein, und der SNF gilt als zuverlässiger Partner im internationalen Wissenschaftssystem. Er wird seine Kooperationen sowohl auf europäischer Ebene als auch über Europa hinaus gezielt fortsetzen und ausbauen.

    Wir werden auch den Austausch und die Partnerschaften in der Schweiz vertiefen, sei es mit den Hochschulen zu den Arbeitsbedingungen für Forschende in frühen Karrierephasen oder mit Innosuisse, um den konzeptionellen Rahmen des gemeinsamen Förderinstruments BRIDGE weiterzuentwickeln.

    Änderungen in der Projektförderung

    Die vom Bund bereitgestellten Mittel sind in den letzten Jahren nur moderat gestiegen, und künftig ist mit Kürzungen zu rechnen, insbesondere bei der Projektförderung, dem wichtigsten Förderinstrument des SNF.

    Gleichzeitig hat in den letzten Jahren die Anzahl der eingereichten Gesuche für dieses Instrument stark zugenommen. Die Erfolgsquoten sind gesunken und schon heute müssen wir viele qualitativ hochwertige Projekte ablehnen.

    Es ist deshalb dringend nötig, den Gesuchseingang in der Projektförderung zu begrenzen. Um dies langfristig sicherzustellen, hat der SNF beschlossen, Beschränkungen für die Anzahl Gesuche pro Forscher:in sowie Obergrenzen für die beantragten Fördermittel je Projekt einzuführen. Dies gilt ab dem Gesuchseingang vom 1. April 2026. So können mehr exzellente Forschende mindestens einen Beitrag erhalten.

    Bessere Arbeitsbedingungen für Forschende in frühen Karrierephasen

    Der SNF setzt sich weiterhin für gute Arbeitsbedingungen und Perspektiven für Forschende in frühen Karrierephasen ein. Dies unabhängig davon, ob sie durch Instrumente der Karriereförderung oder andere Instrumente unterstützt werden.

    Er wird seine Strategie und die Förderinstrumente weiterentwickeln, um die besten Talente und nicht-lineare wissenschaftliche Karrieren zu unterstützen.

    Der SNF möchte auch die Zusammenarbeit und den Dialog mit den Hochschulen über die Delegiertenversammlung intensivieren. Ausserdem werden wir bei den Bedingungen, die die Hochschulen den von uns finanzierten Forschenden in frühen Karrierephasen bieten, höhere Anforderungen stellen.

    Chancengleichheit in der Forschung verwirklichen

    Auch in den nächsten Jahren wird sich der SNF dafür einsetzen, dass alle Forschenden eine faire Chance haben. Um seine Mission zur Förderung von Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion (GVI) zu erfüllen, wird der SNF verschiedene Massnahmen ergreifen. Dabei geht es insbesondere um die Sensibilisierung für GVI-Themen im Evaluationsverfahren und um die Förderung einer inklusiven akademischen Kultur.

    Verstärkte und erweiterte internationale Zusammenarbeit

    Bei den Programmen Weave, Lead Agency und International Co-Investigator Scheme ist die Nachfrage gestiegen. Der SNF wird im Rahmen des Möglichen dafür sorgen, dass die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen. Wir werden uns ausserdem dafür einsetzen, das Netzwerk der an diesen Abkommen beteiligten Förderorganisationen zu erweitern.

    Der SNF wird sich auch weiterhin bei den Europäischen Partnerschaften engagieren, welche die ERA-Netzwerke ersetzen. Bestehende Kooperationen werden wir pflegen und neue hinzufügen, insbesondere in den Bereichen psychische Gesundheit und soziale Transformation.

    Neue Nationale Forschungsschwerpunkte

    Der Bund hat sechs neue Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) lanciert, die in der ersten Hälfte des Jahres 2026 starten. Um die wissenschaftliche Vielfalt im NFS-Programm zu stärken, möchte der Bund eine zusätzliche Ausschreibung spezifisch für die Geistes- und Sozialwissenschaften durchführen. Wir werden darüber informieren, sobald die Rahmenbedingungen feststehen.

    2026 wird die 4. Serie der NFS enden. Im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) entwickelt der SNF auch ein Konzept für die Bewertung und Finanzierung von Forschungsinfrastrukturen in der Schweiz.

    Akteure ausserhalb der Wissenschaft stärker einbeziehen

    Der SNF möchte Akteure aus der Praxis in die Nationalen Forschungsprogramme (NFP) einbinden und verfolgt dieses Ziel mit mehreren konkreten Massnahmen. So wird er Kreise ausserhalb der Wissenschaft in die Leitungs- oder Beratungsgremien einbeziehen sowie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis mit transdisziplinären Projekten fördern. Wir werden klare Richtlinien für die Rolle solcher Akteure und ihrer Zulassung zur Gesuchstellung formulieren.

    Auch beim Programm Investigator Initiated Clinical Trials (IICT) plant der SNF in den nächsten Jahren verschiedene Massnahmen. Es ermöglicht die Finanzierung von klinischen Studien, die nicht im Fokus der Industrie stehen. Der SNF will unter anderem Betroffene und die Öffentlichkeit bei der Auswahl der Themen, der Ausgestaltung der Studien und ihrer Durchführung stärker einbeziehen. Ausserdem werden wir die Schaffung (inter)nationaler Netzwerke von Verantwortlichen klinischer Studien fördern.

    Innovation beschleunigen

    Innosuisse und der SNF möchten ihr gemeinsames Programm BRIDGE ausbauen. Vor allem wollen wir soziale Innovationen stärker fördern. Und wir ergreifen geeignete Massnahmen, um die Beteiligung von Frauen, von Forschenden der Fachhochschulen (FH) und der Pädagogischen Hochschulen (PH) sowie von jüngeren Zielgruppen zu erhöhen. Andere Massnahmen werden dazu beitragen, die Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse zu beschleunigen.

    Bundesbeiträge bis 2028

    Gemäss der aktuellen Leistungsvereinbarung 2025–2028 erhält der SNF in diesem Zeitraum 4964 Millionen Franken vom Bund. Vorbehalten bleiben Änderungen bei den Beschlüssen des Bundes zu den jeweiligen Jahresbudgets. Die Übergangsmassnahmen für Horizon Europe sind darin nicht enthalten.

    2025 wurden die in der Leistungsvereinbarung vorgesehenen zweckgebundenen Beiträge für Zusatzaufgaben sowie für die Ergänzungsmassnahmen im Zusammenhang mit Horizon Europe (internationale Forschungskooperationen) um je 25% reduziert. Aufgrund des Entlastungspakets 27 des Bundes ist in den Jahren 2027 und 2028 mit weiteren Kürzungen im Bundesbeitrag zu rechnen.