BRIDGE Proof of Concept: Zusätzliche Spezialausschreibung führt zu innovativen Gesundheitsprojekten

Patricia Frei and Lynn Huber from the Bern University of Applied Sciences have together developed the Migrant Birth Kit.
© © ONEDU

Seit sechs Jahren bieten der SNF und Innosuisse gemeinsam das Projektfinanzierungsprogramm BRIDGE an. Damit fördern die beiden Institutionen junge Forschende mit Unternehmergeist und stärken die Innovationskraft.

Seit 2017 unterstützt das Programm BRIDGE mit seinem Förderangebot Proof of Concept junge Forschende. Und zwar spezifisch jene, die aus ihren Forschungsresultaten innerhalb von zwölf Monaten soziale oder marktfähige Anwendungen entwickeln wollen. Im Jahr 2022 hat BRIDGE erstmals fünf anstatt wie bisher vier Ausschreibungen publiziert. Die zusätzliche Ausschreibung im September 2022 richtete sich speziell an Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen. Insgesamt haben junge Nachwuchsforschende 149 Projekte eingereicht, wovon BRIDGE 41 gefördert hat. Das entspricht einer durchschnittlichen Erfolgsquote von 28 Prozent.

29 Prozent der im Rahmen dieser Spezialausschreibung eingereichten Projekte konnten den Geistes- und Sozialwissenschaften zugeordnet werden, und 58 Prozent kamen von einer Fachhochschule. Von den 31 eingereichten Projektvorschlägen finanziert BRIDGE sieben. Darunter befinden sich vier Projekte an einer Fachhochschule, zwei von Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen sowie drei aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Zwei innovative Projekte aus dem Gesundheitsbereich

Eines der bewilligten Projekte aus der Spezialausschreibung 2022 stammt von Patricia Frei. Sie entwickelt zusammen mit Lynn Huber an der Berner Fachhochschule eine digitale Anwendung namens «Migrant Birth Kit». Diese soll die Gesundheitskompetenz von schwangeren Asylbewerberinnen und Migrantinnen in der Schweiz erhöhen. Langfristiges Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und die Gesundheitskosten zu senken.

Unterstützt wird auch Davide Paparo an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Er führt gemeinsam mit Ian Häusler das Projekt «DermatoTherma» durch. Die beiden jungen Forscher entwickeln zusammen ein Gerät, mit dem sie die Hautkrankheit Leishmaniose, die durch Parasiten ausgelöst wird, sicher und kostengünstig behandeln können. Die beiden Nachwuchsforscher bereiten bereits den Herstellungsprozess sowie einen baldigen Markteintritt vor.