NFS Genesis

Serie 2026

Heiminstitutionen: ETH Zürich, Universität Lausanne

Wie ist Leben auf der Erde entstanden? Gibt es Leben im Universum? Die Entstehung von Leben ist ein komplexes Puzzle: Erste chemische Bausteine sind bekannt, aber wie daraus funktionierende Zellen werden, ist noch ungeklärt.

Im Zentrum des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Genesis: Erforschung der Entstehung von Leben im Universum» stehen folgende Fragen: Wie entstehen aus einfachen Molekülen lebendige Systeme? Welche Bedingungen fördern biologische Entwicklung und wie beeinflusst Leben seine Umgebung? Wie erkennt man Orte, die Leben ermöglichen könnten? Die beiden Heiminstitutionen wollen gemeinsam mit den 23 Forschungsgruppen diese Fragen adressieren und eine neue, interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Schweiz aufbauen.

In den letzten Jahren hat sich das Thema von einer spekulativen Diskussion zu einem konkreten Forschungsfeld entwickelt, befeuert durch die Entdeckung von Exoplaneten sowie Fortschritte in der Biochemie und den Geowissenschaften. Neue planetare Entdeckungen laden dazu ein, die Rolle der Erde im Universum zu überdenken und Leben unter ganz unterschiedlichen Umweltbedingungen zu erwägen.

Die nächsten zehn Jahre könnten entscheidend sein, um die Bedingungen und Mechanismen für die Entstehung von Leben besser zu verstehen. Dabei geht es nicht nur um wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch darum, die Attraktivität der Schweiz in diesen Forschungsbereichen zu steigern, wissenschaftliche Karrieren zu fördern und die Öffentlichkeit für dieses grundlegende Forschungsgebiet zu begeistern.

Um zuverlässige Spuren von Leben («Biosignaturen») sicher zu erkennen, müssen neue Methoden entwickelt werden – sowohl durch Fernerkundung aus grosser Distanz als auch durch direkte Messungen vor Ort. Die Herausforderungen sind vielfältig und erfordern enge Zusammenarbeit zwischen Physik, Biologie, Chemie und Geowissenschaften.

Der NFS Genesis will nicht Antworten in allen Bereichen liefern, aber innovative Forschung entwickeln und damit entscheidende Fortschritte erzielen. Es entstehen neue Infrastrukturen und Kooperationen mit der Industrie, junge Forschende werden ausgebildet und ein starkes Netzwerk wird etabliert. Dabei baut der NFS auf bestehenden Zentren auf und vereint Forschungseinrichtungen aus der ganzen Schweiz. So soll die Schweiz führend bleiben in der Erforschung der grössten Geheimnisse des Universums.

  • Kontakt

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    NFS‐Leitung

    Prof. Didier Queloz
    Direktor
    ETH Zürich
    Institute for Particle Physics and Astrophysics
    Wolfgang-Pauli-Strasse 27
    8093 Zürich
    Telefon: +
    50
    E-Mail:

    Prof. Johanna Carbonne
    Co-Direktorin
    Universität Lausanne
    Institute of Earth Sciences
    Géopolis
    1015 Lausanne
    Telefon: +
    58
    E-Mail:

  • Finanzierung

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    Finanzierung
    (CHF)

    Finanzquelle


    SNF-Beitrag

    16'989'800

    Eigenmittel ETH Zürich

    11'000'500

    Eigenmittel Universität Lausanne

    9'946'493

    Die Finanzierung eines NFS umfasst neben dem SNF-Beitrag immer auch weitere Finanzquellen. Die am NFS beteiligte Heiminstitution steuert ebenfalls einen Beitrag in beträchtlicher Höhe an die Finanzierung bei. Das verfügbare Gesamtbudget des NFS wird ausserdem durch eigene Gelder der Projektbeteiligten sowie Drittmittel, die in der Regel aus der Industrie stammen, weiter erhöht.

  • Kontakt SNF

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    Nationaler Forschungsschwerpunkt
    E-Mail: