NFS CLIM+
Serie 2026
Heiminstitutionen: ETH Zürich, Universität Bern
In den letzten Jahren haben extreme Wetterereignisse oder Katastrophen weltweit zugenommen und gezeigt, mit welch grossen Risiken der Klimawandel verbunden ist. Besonders stark betroffen ist die Schweiz: Die Erwärmung hierzulande ist doppelt so hoch wie im globalen Durchschnitt.
Auch globale Klimakatastrophen wirken sich indirekt auf die Schweiz aus, beispielsweise durch die Beeinträchtigung von Lieferketten. Mit der weiteren Erwärmung drohen extremere Wetterereignisse mit langfristigen gesellschaftlichen Krisen. Die deswegen nötigen gesellschaftlichen, politischen und technischen Veränderungen sind herausfordernd.
Der Nationale Forschungsschwerpunkt «CLIM+ – Klimaextreme und Gesellschaft: Resilienz stärken» bringt 47 Forschungsgruppen zusammen, die an 13 Forschungsinstitutionen in der Schweiz arbeiten werden. Ihr Kompetenzspektrum umfasst Atmosphärenphysik, Klimamodellierung und -wissenschaften, Umweltwissenschaften, Wirtschaftsforschung, Politikwissenschaften und Governance, Ethik, Recht und Klimabewusstsein (Psychologie). Damit entsteht eine schweizweite, interdisziplinäre Klimaforschungsgemeinschaft, die mit Akteuren aus Gesundheit, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Finanzwesen und Politik zusammenarbeitet.
Das Team des NFS CLIM+ will wissenschaftlich fundierte Zukunftsszenarien entwickeln, die physikalische und gesellschaftliche Aspekte extremer Klimafolgen vereinen. Mithilfe modernster Klimamodelle, künstlicher Intelligenz und Statistik werden neue Forschungsfelder erschlossen und Fragen zum gesellschaftlichen Wandel angegangen, die im Zusammenhang mit Klimaschutz und gesellschaftlicher Resilienz stehen.
Gleich in der ersten Phase des NFS soll die Gründung des neuen Zentrum CERESS (Center for Climate Extremes and Resilience in Swiss Society) erfolgen. Es soll landesweit Forschung zu Klimaextremen und gesellschaftlicher Resilienz bündeln, nutzungsorientierte Testumgebungen («Living Labs») entwickeln und konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten. Damit leistet CLIM+ einen wichtigen Beitrag zu den langfristigen Klima- und Energiestrategien des Bundes.
Kontakt
NFS‐Leitung
Prof. Sonia I. Seneviratne
Co-Direktorin
ETH Zürich
Institute for Atmospheric and Climate Science
Universitätstrasse 16
8092 Zürich
Telefon: +
85
E-Mail:
Prof. Karin Ingold
Co-Direktorin
Universität Bern
Institut für Politikwissenschaft
Fabrikstrasse 8
3012 Bern
Telefon: +
60
E-Mail:Finanzierung
Finanzierung
(CHF)Finanzquelle
SNF-Beitrag
16'883'550
Mittel von Heiminstitutionen
15'665'090
Die Finanzierung eines NFS umfasst neben dem SNF-Beitrag immer auch weitere Finanzquellen. Die am NFS beteiligte Heiminstitution steuert ebenfalls einen Beitrag in beträchtlicher Höhe an die Finanzierung bei. Das verfügbare Gesamtbudget des NFS wird ausserdem durch eigene Gelder der Projektbeteiligten sowie Drittmittel, die in der Regel aus der Industrie stammen, weiter erhöht.
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Nationaler Forschungsschwerpunkt
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