NFS Children & Cancer

Serie 2026

Heiminstitutionen: Universität Zürich, Universität Lausanne

In der Schweiz wird im Durchschnitt jeden Tag bei einem Kind oder Jugendlichen Krebs diagnostiziert – eine der häufigsten Todesursachen in dieser Altersgruppe. Kinderkrebs unterscheidet sich grundlegend von Erwachsenenkrebs. Während bei Erwachsenen Umweltfaktoren und Lebensstil eine Rolle spielen, entstehen kindliche Tumore meist durch fehlerhafte Entwicklungsprozesse im Körper.

Speziell beim Kinderkrebs ist, dass jeder Fall einzigartig ist und eher einer seltenen Erkrankung entspricht, die einen personalisierten Ansatz erfordert. Die häufigsten Krebsarten bei Kindern sind Leukämien, Hirntumore und Lymphome.

Diagnosen sind aktuell anspruchsvoll, ebenso die Behandlung. Trotz moderner Interventionen wie Chemotherapie, Bestrahlung und weiteren gezielten Behandlungen bleiben die Folgen zudem oft schwerwiegend: Viele Überlebende leiden später unter Herzproblemen, Unfruchtbarkeit oder Zweitkrebserkrankungen.

Der Nationale Forschungsschwerpunkt «Children & Cancer – Präzisionsonkologie für die Verletzlichsten» widmet sich der verbesserten Diagnose und der Optimierung der Behandlung und Begleitung krebskranker Kinder. Ziel ist ein umfassendes nationales Programm für Forschung, Innovation und moderne klinische Versorgung im Bereich Kinderkrebs.

Es soll den Zugang zu fortschrittlicher Diagnostik und personalisierten Therapien verbessern, die Kinderonkologie in der Schweiz besser vernetzen und neue Erkenntnisse generieren. Der NFS bringt 32 Forschungsgruppen mit einem breiten Spektrum an Fachwissen zusammen – von der Kinder- und Jugendmedizin, der Krebsforschung über die Datenwissenschaft und künstliche Intelligenz bis hin zur Kommunikation und Pflege. In sechs Arbeitsbereichen werden zentrale Herausforderungen bearbeitet, darunter die biologische Vielfalt von Krebszellen, neue immunbasierte Therapien oder die Entwicklung einer nationalen Plattform für Kinderkrebsdiagnostik.

Es wird auch untersucht, wie die Schweizer Bevölkerung über Kinderkrebs denkt, um die Kommunikation zwischen Forschung, Medizin und Gesellschaft zu verbessern. Langfristig soll der NFS Children & Cancer dazu beitragen, die Schweiz zu einem internationalen Zentrum für Innovation und translationale Forschung in der Kinderonkologie zu machen.

Dieses Zentrum soll sich auszeichnen durch neue Partnerschaften und eine starke Ausbildung für die nächste Generation von Fachkräften sowie durch innovative Auswertungen von Daten zur Verbesserung der Grundlagen für Therapie und Behandlung. Dies ist der erste NFS, der sich dem Wohl von Kindern widmet.

  • Kontakt

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    NFS‐Leitung

    Prof. Jean-Pierre Bourquin
    Direktor
    Onkologische Abteilung
    Universitäts-Kinderspital Zürich
    Lengghalde 5
    8008 Zürich
    E-Mail:

    Prof. Raffaele Renella
    Co-Direktor Universität Lausanne
    Pediatric Hematology-Oncology Unit, CHUV
    Rue du Bugnon 46
    1011 Lausanne
    E-Mail:

  • Finanzierung

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    Finanzierung
    (CHF)

    Finanzquelle


    SNF-Beitrag

    16’991’500

    Eigenmittel Universität Zürich

    10'770'000

    Eigenmittel Universität Lausanne

    6'205'000

    Die Finanzierung eines NFS umfasst neben dem SNF-Beitrag immer auch weitere Finanzquellen. Die am NFS beteiligte Heiminstitution steuert ebenfalls einen Beitrag in beträchtlicher Höhe an die Finanzierung bei. Das verfügbare Gesamtbudget des NFS wird ausserdem durch eigene Gelder der Projektbeteiligten sowie Drittmittel, die in der Regel aus der Industrie stammen, weiter erhöht.

  • Kontakt SNF

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    Nationaler Forschungsschwerpunkt
    E-Mail: