BrainHealth Partnership: Ausschreibung

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Die Europäische Partnerschaft BrainHealth lanciert eine Ausschreibung für multinationale, translationale Forschungsprojekte zum Thema Gehirngesundheit mit Fokus auf neurologische, psychische und sensorische Störungen.

Gehirnerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für Beeinträchtigungen und Todesfälle. Sie haben schwerwiegende Folgen für die Betroffenen, aber auch für Angehörige, die Allgemeinheit sowie professionelle und informelle Betreuungspersonen.

An der European Partnership for Brain Health (EP BrainHealth) beteiligen sich 54 Partner aus 33 Ländern. Gemeinsam wollen sie die Gehirngesundheit für die breite Bevölkerung verbessern. Dazu unterstützen sie wissenschaftliche Projekte, die dazu beitragen können, die Gehirngesundheit während des gesamten Lebens zu fördern, Hirnerkrankungen zu verhindern und zu heilen und das Wohlergehen von Menschen mit neurologischen und psychischen Störungen zu verbessern – in- und ausserhalb Europas. Forschende in der Schweiz sind teilnahmeberechtigt.

Der Schwerpunkt dieser Ausschreibung liegt auf neurologischen, psychischen und sensorischen Störungen. Die Gesuche müssen interdisziplinär sein und sich mit mindestens zwei der drei Faktoren befassen, die einen Einfluss auf die neurologische, psychische und sensorische Gesundheit des Gehirns haben:

  • Biologische Faktoren, z. B. Genetik, Epigenetik, Epigenomik, Neuroplastizität, Entzündungen, Infektionen, Synaptogenese, Kreisläufe, vaskuläre Faktoren, sensorische Beeinträchtigungen, Komorbiditäten

  • Lebensstil und soziale Faktoren, z. B. Bewegung/Aktivität, Ernährung, Schlaf, Rauchen, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Arbeit (Einkommen, Beschäftigung), sozioökonomischer Hintergrund/Status, Rasse/Ethnie, Geschlecht und Gender, Bildung, Sicherheit, soziale Interaktionen (Familie/Freundschaften), Zugang zur Gesundheitsversorgung, Stress, Trauma, Migration

  • Umweltfaktoren, z. B. Verschmutzung/Verunreinigungen, Urbanität, Katastrophen, Pandemien, Krieg/Konflikte, Klimawandel, Mikrobiota, Natur.

Dabei müssen mindestens zwei der folgenden Aspekte untersucht werden:

  • Wirkmechanismen der identifizierten Faktoren

  • Früherkennung, Diagnose und Prognose für die identifizierten Faktoren

  • Prävention/Behandlung/Interventionen/technologische Entwicklung/Betreuung und Unterstützung für die identifizierten Faktoren

Folgende Aspekte spielen bei dieser Ausschreibung ebenfalls eine wichtige Rolle:

  • Der Einfluss bestimmter Faktoren auf die Entwicklung der Gehirngesundheit im Laufe des Lebens sollte untersucht werden.

  • Ergebnisse, welche die Lebensqualität der Erkrankten und der Betreuungspersonen verbessern, sind besonders wichtig und sollten ausdrücklich definiert und festgehalten werden.

  • Erwünscht sind Gesuche mit einem Fokus auf Behinderung, Geschlecht sowie ethischen, kulturellen und sozioökonomischen Aspekten.

  • Besonders willkommen sind Ansätze wie die Integration multimodaler Daten, die Nutzung leicht zugänglicher tragbarer Technologien (z. B. mobile Geräte), künstliche Intelligenz/digitale Zwillinge und neue Indikationen für bestehende Medikamente (Drug Repurposing).

Ausgeschlossen sind folgende Themen/Aspekte:

  • Gesuche mit Schwerpunkt auf Krebserkrankungen

  • Gesuche mit Schwerpunkt auf neurodegenerativen Erkrankungen

Diese Themenbeschreibungen dienen als Orientierungshilfe. Für die detaillierten Anforderungen ist das offizielle Ausschreibungsdokument zu konsultieren.

Zeitplan

Die Gesuche werden in einem zweistufigen Verfahren mit folgenden Fristen ausgewählt:

  • Projektskizzen: 10. März 2026

  • Vollständige Gesuche 30. Juni 2026

Teilnahme von Forschenden in der Schweiz

In der Schweiz tätige Forschende werden ermutigt, sich im Rahmen dieser Ausschreibung an internationalen Forschungskonsortien zu beteiligen. Sie können gleichberechtigt mit Teams aus EU-Mitgliedstaaten und anderen assoziierten Ländern mitwirken. Gesuchstellende aus der Schweiz müssen die Teilnahmebedingungen für die Projektförderung des SNF erfüllen.

Die Gesuche sind in zwei Schritten einzureichen.

  • Zentrale Gesuchseinreichung: Der Koordinator/die Koordinatorin des Projekts reicht die Projektskizze und das vollständige Gesuch im Namen des Konsortiums über das Online-Eingabesystem des Sekretariats der gemeinsamen Ausschreibung ein.

  • Nationale Gesuchseinreichung: Schweizer Partner, die einen SNF-Beitrag beantragen, müssen zudem ein separates administratives Gesuch über das SNF-Portal mySNF einreichen.

Die Fristen für die zentrale und die nationale Eingabe sind dieselben. SNF-Gesuche müssen jedoch am Eingabedatum bis spätestens 17:00 Uhr (Schweizer Ortszeit) eingereicht werden. Forschenden, die erstmals ein Gesuch beim SNF einreichen, wird empfohlen, sich vorgängig für Auskünfte und Unterstützung mit der Geschäftsstelle des SNF in Verbindung zu setzen.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen über die Teilnahmebedingungen, die Gesuchseinreichung und die Förderbestimmungen finden Sie auf der offiziellen Webseite von BrainHealth und in der veröffentlichten Ausschreibung.