GVI - Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion in der Forschungsförderung

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© Aurel Märki / SNF

Der SNF setzt sich für vielfältige Forschungsteams und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensentwürfen ein. Damit tragen wir zu einer offenen, fairen Forschungskultur bei und zu Forschungsresultaten, die allen Mitgliedern der Gesellschaft zugutekommen.

Je vielfältiger die Forschung ist, desto mehr Menschen profitieren von ihren Ergebnissen. Für wissenschaftliche Exzellenz ist deshalb die Zusammenarbeit von Forschenden mit unterschiedlichen Lebensentwürfen zentral.

Schlüssel dafür, dass Forschende mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensentwürfen erfolgreich arbeiten können, ist ein integratives Arbeitsumfeld. Daher sieht es der SNF als seine Aufgabe, Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion (GVI) auf mehreren Ebenen zu fördern: Auf individueller Ebene stellt er den Gesuchstellenden Massnahmen und Instrumente zur Verfügung, welche zur Förderung der Gleichstellung beitragen. Auf institutioneller Ebene setzt er sich dafür ein, dass sich die Arbeitskultur in den von ihm geförderten Forschungsteams stetig verbessert. Auf struktureller Ebene geht es darum, die Prozesse der Wissensproduktion zu überarbeiten, dass sie für eine vielfältige Forschungsgemeinschaft zugänglich sind.

GVI-Vision

Der SNF hat drei Dimensionen definiert, in denen er Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion fördern will. Sie sind eng miteinander verbunden und werden parallel verfolgt:

Faire und respektvolle Arbeitsumgebungen: Ziel ist die Schaffung fairer und respektvoller Arbeitskulturen, die es allen ermöglichen, ihr volles Potenzial zu entfalten und in ihrem beruflichen Umfeld erfolgreich zu sein.

Personelle Vielfalt: Alle Forschenden erhalten die gleichen Chancen; Barrieren für unterrepräsentierte Gruppen in der Wissenschaft sollen beseitigt werden.

Wissensvielfalt: Geschlechter-, gender- und intersektionale Forschung schafft Wissen, das allen Mitgliedern unserer Gesellschaft zugutekommt.

GVI-Auftrag

Um seine Ziele zu erreichen, hat der SNF fünf Kernaufgaben definiert:

  • Identifikation und Priorisierung GVI-bezogener Themen
  • Monitoring vorhandener und Erschliessung neuer Daten zum Thema GVI
  • Beseitigen von Barrieren in den Evaluationsverfahren des SNF
  • Unterstützung der Projektleitenden und der Hochschulen bei der Schaffung von sicheren Arbeitsumgebungen
  • Verankerung der GVI-Thematik in der gesamten Forschungsförderung

Gleichstellung der Geschlechter bleibt zentral

Die Gleichstellung der Geschlechter bleibt in der GVI-Vision und im Auftrag des SNF ein zentraler Aspekt. Sein Leitbild zur Gleichstellung von Frauen und Männern verabschiedete er im Jahr 2008. Seither hat der SNF erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Anteil von Frauen in den von ihm geförderten Forschungsprojekten zu erhöhen. In seinen eigenen Gremien führte er zudem eine Geschlechterquote ein. Ein regelmässiges Monitoring in allen Evaluationsverfahren und Förderinstrumenten zeigt auf, wie sich die Geschlechtergleichheit entwickelt.