Neue Vision für Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion

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Neben der Gleichstellung von Frau und Mann will der SNF die Vielfalt und die Inklusion stärker fördern. Dadurch soll die von ihm finanzierte Forschung noch besser und gesellschaftsrelevanter werden.

Die Vielfalt ist eine wesentliche Voraussetzung für wissenschaftliche Exzellenz. Mehr denn je ist solche Vielfalt notwendig, um die zahlreichen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, denn diese erfordern den Einsatz aller verfügbaren Talente. Deshalb hat der SNF nun eine Vision für Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion (GVI) verabschiedet.

GVI-Vision

In dieser Vision definiert der SNF drei Schwerpunkte, um das mit Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion verbundene Innovationspotenzial voll auszuschöpfen: die Förderung der Chancengleichheit, die stetige Verbesserung der Arbeitskultur und die Optimierung der Prozesse in der Wissensproduktion.

Hauptziel des SNF ist die Gewährleistung der Chancengleichheit. «In der akademischen Welt gibt es nach wie vor Personengruppen, die beispielsweise in Bezug auf ihre Herkunft oder ihr Geschlecht unterrepräsentiert sind», sagt Thomas Werder Schläpfer, Mitglied der Geschäftsleitung. Es sei wichtig anzuerkennen, dass Hindernisse auf struktureller und kultureller Ebene bestünden und diese zu identifizieren. «So können wir Massnahmen erarbeiten, um Chancengleichheit in der Wissenschaft effizient zu fördern.»

Ein weiteres Ziel: Alle Mitarbeitenden sollen in den vom SNF unterstützten Forschungsteams ihr volles Potenzial entfalten können. Basis dafür ist ein Arbeitsumfeld, das von Respekt und gemäss den Kriterien der Gleichberechtigung geprägt ist. Der SNF will deshalb auf der Grundlage seines bisherigen Engagements für die Gleichstellung der Geschlechter eine Strategie entwickeln, welche die Inklusion von Forschenden mit unterschiedlichen Profilen stärkt.

Schliesslich sollen die Forschungsresultate der gesamten Gesellschaft zugutekommen. Damit dieses Ziel noch besser erreicht wird, sind verschiedene Möglichkeiten denkbar. Zum Beispiel könnte der SNF Forschende auffordern, dass sie überprüfen, inwiefern sie das soziale oder biologische Geschlecht beim Forschungsdesign, der Datenerhebung und den Resultaten berücksichtigen sollten.

Von der Vision zum Aktionsplan

Um die GVI-Vision und den damit verbundenen Auftrag umzusetzen, arbeitet der SNF im Jahr 2024 einen Aktionsplan aus. Dieser soll konkrete Massnahmen vorschlagen und Meilensteine definieren, um das Thema in den nächsten vier Jahren voranzutreiben. Die bisherigen Gleichstellungsmassnahmen werden Bestandteil des neuen Aktionsplans sein. Dieser wird auch festlegen, wie die Auswirkungen der Massnahmen analysiert werden. Auf Grundlage dieser Analysen wird der SNF die Förderung von GVI gezielt weiterentwickeln.