Das also ist der Erkenntnis’ Kern

Grundlagenforschung hat die Aura reiner Wissenslust und echter Wissenschaft. In seiner 150sten Ausgabe geht Horizonte ihr wohlwollend bis kritisch ans Fundament.
150 Male schon wurde Horizonte publiziert! Deswegen feiert es in dieser Ausgabe seine Arbeit seit 1988. Es gab schöne und schräge Titel, Forschende, die die Zukunft richtig gesehen haben, eine inhaltliche Entwicklung in Richtung stärkerer Fokus auf Menschen und Meinungen. Das Heft bekam in dieser Zeit immer mehr Seiten und seit 2017 gibt es Horizonte auch online. Ausserdem spricht die Redaktion anlässlich des Jubiläums mit der ersten journalistischen Chefredaktorin und mit einem langjährigen Leser über deren ganz persönliche Geschichte mit dem Forschungsmagazin.
Mit der Grundlagenforschung hat die 150ste Ausgabe ein passendes Schwerpunktthema, das den Bogen perfekt zurück bis zur ersten Ausgabe spannt. Schon in dieser widmete es sich nämlich unter anderem dem fundamentalen Schaffen der Forschenden.
Weltweit werden aus Neugier noch immer alle denkbaren und undenkbaren Fragen untersucht. Grundlagenforschung gilt heute als Mutter aller Innovationen. Doch trotz verheissungsvoller Schlagworte kämpft sie stets um Anerkennung. Das 150ste Horizonte stellt acht Projekte vor, die für das grosse Tüfteln an den kleinsten Fragen stehen. Es ergründet mit der Wissenschaftsphilosophin und Mitgründerin des ERC Helga Nowotny wie das europäische Grossprojekt der Finanzierung überhaupt zustande kommen konnte. Und es rückt zur Basis einer Rhetorik vor, die mehr verspricht, als sie halten kann.
Das aktuelle Horizonte ist so vielfältig wie die Forschung selbst – und wie immer mit kostenlosem Abonnement sowie für alle frei online zugänglich.