Schweiz und Südkorea erforschen Quantentechnologien

Die Schweiz und Südkorea pflegen intensive bilaterale Beziehungen. Ein wichtiger Teil davon ist Wissenschaftszusammenarbeit: Der SNF unterstützt zehn Projekte im Bereich Quantentechnologien mit knapp acht Millionen Franken.
Die Schweiz und Südkorea pflegen seit Jahren intensive bilaterale Beziehungen. Ein wichtiger Bestandteil ist die wissenschaftliche Zusammenarbeit: Allein in den letzten fünf Jahren unterstützte der SNF knapp 70 Projekte, an denen Schweizer und südkoreanische Forschende beteiligt waren.
Jährlich findet zudem in Seoul die Swiss-Korean Innovation Week statt. Sie dient als Plattform für die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Handel. Anfang Februar 2026 fand darüber hinaus das siebte Treffen des schweizerisch-südkoreanischen Gemischten Ausschusses für Wissenschaft und Technologie in Bern statt. Dabei zeigten sich beide Seiten sehr zufrieden mit der wissenschaftlichen Zusammenarbeit.
Zehn von 21 Projekten werden gefördert
Im Jahr 2023 hatten die beiden Länder beschlossen, diese Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen digitale Transformation, Biotechnologie sowie Quantenwissenschaften und ‑technologien weiter zu stärken.
Der SNF und sein südkoreanisches Pendant, die National Research Foundation of Korea (NRF), lancierten daraufhin eine weitere gemeinsame Ausschreibung zu Quanteninformationswissenschaften und -technologien sowie Quantenethik. Insgesamt wurden 21 Projekte eingereicht. Zehn davon unterstützt der SNF in den nächsten vier Jahren mit 7,8 Millionen Franken. Die Projekte werden im Rahmen der bilateralen Programme des Bundes gefördert (siehe Kasten). Die NRF finanziert den koreanischen Teil der Projekte mit einem ähnlichen Budget.
Die Forschenden arbeiten unter anderem an der Weiterentwicklung von Glasfasernetzwerken, die das Rückgrat moderner Internet- und Telekommunikationssysteme bilden.
Südkoreanische Delegation in der Schweiz
«Während der Evaluierung der Projekte war eine südkoreanische Delegation der NFR zu Besuch bei uns in Bern», sagt Laure Ognois, Leiterin der Abteilung Internationale Zusammenarbeit beim SNF. «Sie wollten sich unter anderem über die neuen Evaluierungsprozesse des SNF informieren. Thema waren auch die Strategien in den Quantentechnologien beider Länder.» Die Erwartungen an diese neuste Zusammenarbeit und die Resultate der Projekte seien auf beiden Seiten sehr hoch.
Bilaterale Forschung
Die bilateralen Programme des Bundes fördern die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Ländern, die hohes wissenschaftliches Potenzial haben. Für die Periode 2025–2028 hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) den SNF erneut beauftragt, gemeinsame Ausschreibungen für Joint Research Projects (JRPs) zu lancieren. Der SNF finanziert dabei den Schweizer Teil des Forschungsprojekts. Die Projekte dauern üblicherweise drei bis vier Jahre. Es werden ähnliche Forschungskosten wie in der SNF-Projektförderung finanziert.