Postdoc-Beitrag: Neues zur Reform der Karriereinstrumente

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2028 führt der SNF in seiner Karriereförderung ein neues Förderinstrument ein, das Postdoc.Mobility und Ambizione ersetzen wird. Die wichtigsten Eckpunkte des neuen Instruments stehen nun fest.

Der SNF führt in seiner Karriereförderung ein neues Förderinstrument für Postdoktorierende ein. Der sogenannte Postdoc-Beitrag ersetzt ab 2028 Ambizione (letzter Eingabetermin im November 2026) und Postdoc.Mobility (letzter Eingabetermin im August 2027). Die wichtigsten Eckpunkte des neuen Instruments stehen nun fest.

Gastinstitution in der Schweiz

Die Beitragsempfangenden sind an einer Gastinstitution in der Schweiz angestellt. Diese muss sich von der Institution unterscheiden, die ihnen den Doktortitel (oder eine vergleichbare Qualifikation) verliehen hat.

Während der Beitragsdauer werden die Forschenden dazu ermutigt, ein Netzwerk nationaler und internationaler Kooperationen aufzubauen und so ihr Fachwissen zu erweitern. Es besteht die Möglichkeit, Auslandaufenthalte durchzuführen und diese flexibel zu gestalten (z. B. als längerer Aufenthalt oder in Form mehrerer kürzerer Aufenthalte). Parallel zur Weiterentwicklung ihres wissenschaftlichen Profils können die Beitragsempfangenden Weiterbildungen besuchen, um ihre beruflichen Kompetenzen über das eigene Fachgebiet hinaus zu erweitern.

Erfahrene Forschende agieren als Kontaktperson und integrieren die Beitragsempfangenden in ihre Forschungsgruppe. Zudem werden die Beitragsempfangenden von einer Mentorin oder einem Mentor in ihrer beruflichen Weiterentwicklung unterstützt.

Salär und Projektkosten

Die Finanzierung deckt das Salär der Beitragsempfangenden einschliesslich der Sozialabgaben für eine Dauer von höchstens vier Jahren ab. Enthalten sind auch Projektkosten bis zu 100'000 Franken. Zusätzlich können Beitragsempfangende Weiterbildungskosten von bis zu 10'000 Franken beantragen.

Die Beitragsempfangenden haben einen Beschäftigungsgrad zwischen 80 und 100 Prozent und müssen mindestens 80 Prozent dieser Arbeitszeit direkt für das geförderte Forschungsprojekt aufwenden.

Zulassungsbedingungen

Die Gesuchstellenden müssen über ein Doktorat verfügen oder einen bestätigten Termin für die Verteidigung ihrer Dissertation innerhalb von drei Monaten nach Einreichung des Gesuchs vorweisen können. Personen ohne Doktorat müssen über eine vergleichbare Qualifikation verfügen. Bei Forschenden mit einem dualen Kompetenzprofil (z.B. in der klinischen Forschung) wird die Vergleichbarkeit der Qualifikation über ihre Forschungs- und Berufstätigkeit sowie ihre formale Ausbildung im betreffenden Forschungsgebiet definiert.

Darüber hinaus muss mindestens eine eigenständige Forschungsleistung nachgewiesen werden, die ein anerkanntes Qualitätssicherungsverfahren durchlaufen hat (z. B. ein Peer Review oder die Begutachtung durch ein Redaktionskomitee).

Der Postdoc-Beitrag entspricht der von der EU festgelegten Karrierestufe R2. Die Gesuchstellenden dürfen die erste Postdoc-Phase somit noch nicht abgeschlossen haben. Als Richtwert sollte diese Phase bei einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent in der Regel nicht mehr als zwei Jahre dauern.

Ausserdem ist ein Bezug zur Schweiz erforderlich: durch die Schweizer Staatsangehörigkeit, einen Abschluss an einer Schweizer Hochschule (Master, Doktorat) oder eine einjährige Forschungstätigkeit in der Schweiz nach Erlangung des Doktortitels.

Engagement für Forschende in frühen Karrierephasen

Das detaillierte Reglement für den Postdoc-Beitrag wird derzeit fertiggestellt und bis Anfang 2027 veröffentlicht. Gleichzeitig werden Übergangsmassnahmen für die Zulassung von Gesuchstellenden während der Umstellung von den bisherigen zum neuen Instrument bekannt gegeben. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2028 vorgesehen.

«Mit dem Postdoc-Beitrag stärken wir unsere Unterstützung für Forschende in frühen Karrierephasen», betont Torsten Schwede, Präsident des Forschungsrats des SNF. «Das neue Instrument bietet ihnen bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre Projekte und ihre weitere Laufbahn. Es trägt der Vielfalt wissenschaftlicher Karrierewege Rechnung und gewährleistet ein hohes Mass an Flexibilität und Autonomie.»