Marie Heim-Vögtlin-Preis: die Auszeichnung für Nachwuchsforscherinnen

Denise Mitrano ist die MHV-Preisträgerin 2021

Mikro- und Nanoplastik stellt ein immer grösseres Umweltproblem dar. Lange war es kaum möglich, den Verbreitungswegen dieser bis zu wenigen Millionstel Millimeter kleinen Partikel auf die Spur zu kommen. Dies ist nun Denise Mitrano, Geochemikerin an der ETH Zürich, gelungen: Sie entwickelte ein Verfahren, mit dem sich Mikro- und Nanoplastik in Gewässern, Böden und sogar Organismen nachverfolgen lässt.

Finanziert wurde diese Arbeit durch einen Ambizione Beitrag im Rahmen der Nachwuchsförderung des SNF. Seit 2020 leitet Denise Mitrano als Assistenzprofessorin mit einem Eccellenza Fellowship des SNF ihre eigene Forschungsgruppe an der ETH Zürich.

Über den Marie Heim-Vögtlin-Preis

Mit dem MHV-Preis würdigt der SNF jedes Jahr eine hervorragende Nachwuchsforscherin. Die Gewinnerinnen sind inspirierende Vorbilder. Dank eines Förderbeitrags des SNF konnten sie bemerkenswerte Resultate erzielen und ihre Karriere entscheidend vorantreiben. Der Preis ist mit 25'000 Franken dotiert. Während zehn Jahren wurde er an ehemalige Beitragsempfängerinnen des MHV-Förderinstruments vergeben. Seit der Einstellung dieses Instruments geht der Preis an eine ehemalige Beitragsempfängerin der Förderinstrumente MHV, Doc.CH, Postdoc.Mobility, Ambizione oder PRIMA.

Die Namensgeberin des Preises war eine Pionierin

Marie Heim-Vögtlin wurde 1868 an der Universität Zürich als erste Frau in der Schweiz zum Studium an einer medizinischen Fakultät zugelassen. Nach dem Abschluss des Studiums eröffnete sie eine Praxis für Gynäkologie, die sie nach der Geburt zweier Kinder weiterführte. Sie zählt zu den Vorreiterinnen im Kampf für den Zugang der Frauen zur akademischen Bildung.