Weave

Innerhalb von Weave reichen Forschende aus zwei bis drei europäischen Ländern ein gemeinsames Gesuch bei einer der beteiligten Förderorganisationen ein.

​Weave ist ein Verfahren, das von Förderagenturen in Europa entwickelt wurde, um exzellente Forschungsprojekte zu unterstützen. Es vereinfacht die Einreichung von gemeinsamen Gesuchen durch eine einzige Evaluation.

Wie funktioniert Weave?

  • Weave folgt dem Bottom-up-Prinzip und ist bei den beteiligten Förderorganisationen in ein bestehendes Instrument eingebettet. Es gelten dessen Bedingungen; zusätzliche Einschränkungen gibt es nicht.
  • Innerhalb von Weave können Forschende aus zwei bis drei europäischen Ländern oder Regionen ein gemeinsames Forschungsprojekt bei einer Förderorganisation einreichen. Alle Gesuchstellenden müssen für eine Finanzierung bei einer der beteiligten Organisationen berechtigt sein.
  • Weave basiert auf dem Prinzip des Lead-Agency-Abkommens. Die federführende Förderorganisation, die das Gesuch erhält (die so genannte Lead Agency), evaluiert das Projekt – gemäss den Regeln des für Weave geöffneten Förderinstruments. Den Entscheid teilt sie dann den Partnerorganisationen zur Genehmigung und Festlegung der Finanzierung mit.
  • Die Forschenden bestimmen eine gesuchstellende Person, die das gemeinsame Gesuch bei der jeweiligen Förderorganisation in ihrem Land einreicht. Aus administrativen Gründen müssen die anderen Gesuchstellenden (Mitantragstellende) das Gesuch auch bei ihrer Förderorganisation einreichen.

Wie werden Weave-Projekte finanziert?

  • Beim SNF bildet Weave kein separates Förderinstrument, sondern ist Teil des Instruments Projektförderung.
  • Die beteiligten Förderorganisationen finanzieren ihren jeweiligen nationalen Teil des Projekts.
  • Die Weave-Projekte stehen in direktem Vergleich mit den anderen, im gleichen Förderinstrument eingereichten Projekten. Innerhalb von Weave streben die Förderorganisationen an, Gesuche zu unterstützen, die zu den besten 20 Prozent der eingereichten Projekte in der jeweiligen Evaluationsrunde gehören.

Beteiligte Länder

Bisher haben sich zehn europäische Länder oder Regionen dem Weave-Abkommen angeschlossen.

Das Weave Tool zeigt die möglichen Projektkombinationen und die nächstmöglichen Einreichefristen an.

Trilaterale Projekte mit Frankreich, Sao Paulo, Südafrika und Südtirol (Lead-Agency-Verfahren) sind nicht möglich.

Die detaillierten Informationen zu den Ländern:

  • Vor der Gesuchseinreichung

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    • Aus administrativen Gründen müssen Weave-Gesuche zeitgleich bei allen beteiligten Förderorganisationen eingereicht werden.
    • Für die Gesuchstellenden gelten die Teilnahmebedingungen ihrer Förderorganisation und deren Kriterien der Antragsberechtigung.
    • Der Forschungsplan ist nach Richtlinien der Lead Agency verfasst und wird in unveränderter Form bei der Partnerorganisation eingereicht.
    • Alle anderen Angaben müssen nach Richtlinien der beteiligten Förderorganisationen gemacht werden.
    • Für die Kalkulation der Kosten gelten die jeweiligen nationalen Richtlinien.
    • Die Gesuche können nur auf Englisch eingereicht werden (Ausnahmen siehe unter Luxemburg und Österreich).
  • SNF als Lead Agency

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    • Weave-Gesuche können beim SNF im Rahmen der Ausschreibungen der Projektförderung per 1. April und 1. Oktober eingegeben werden. Die zeitgleiche Eingabe eines zweiten Gesuchs im Instrument Projektförderung ist nicht möglich.
    • Aus administrativen Gründen müssen Gesuche, die durch den SNF evaluiert werden, von den ausländischen Gesuchstellenden zeitgleich bei ihrer Förderorganisation eingereicht werden.
    • Die ausländischen Gesuchstellenden sind als weitere Gesuchstellende zu erfassen.
    • Unter "finanzieller Bedarf" ist das Budget für den Schweizer Projektteil anzugeben. Für das ausländische Budget ist das Budgetblatt auszufüllen und im Dokumentencontainer ″Lead Agency und andere Abkommen″ hochzuladen.
    • CV und Listen des Forschungsoutputs aller als Gesuchstellende erfassten Personen müssen nach SNF-Richtlinien eingereicht werden.
    • Ein Data Management Plan (DMP) muss gemäss den Vorgaben des SNF eingereicht werden. Der DMP wird direkt in mySNF erfasst. Er bezieht sich auf alle Forschungsdaten, welche während dem Projekt generiert oder verwendet werden, und muss den SNF-Leitlinien zu Open Research Data entsprechen.
  • Partnerorganisation als Lead Agency

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    • Für die Einreichung ist die Deadline der Partnerorganisation massgebend.
    • Weave-Gesuche können beim SNF im Instrument Projektförderung jederzeit eingegeben werden.
    • Aus administrativen Gründen ist das Gesuch spätestens sieben Tage nach der Einreichung bei der Partnerorganisation über die Plattform mySNF einzureichen.
    • Die ausländischen Gesuchstellenden sind als weitere Gesuchstellende zu erfassen.
    • Unter ″finanzieller Bedarf“ ist das Budget für den Schweizer Projektteil anzugeben. Für das ausländische Budget ist das Budgetblatt auszufüllen und im Dokumentencontainer ″Lead Agency und andere Abkommen″ hochzuladen.
    • Die CV und die Listen des Forschungsoutputs der Schweizer Gesuchstellenden müssen nach SNF-Richtlinien eingereicht werden; jene der ausländischen Gesuchstellenden müssen nicht eingereicht werden.
    • Im Falle einer Zusprache müssen die Gesuchstellenden den Data Management Plan (DMP) auf mySNF einreichen. Dies gilt unabhängig davon, ob ein DMP von der Partnerorganisation verlangt wird. Der DMP umfasst alle Forschungsdaten, welche während dem Projekt generiert oder verwendet werden, und muss den SNF-Leitlinien zu Open Research Data entsprechen.
  • News

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