Programm Solution-oriented research for development (SOR4D)

Mit dem Programm SOR4D werden transdisziplinäre Forschungsprojekte unterstützt, bei denen Partner:innen aus der Schweiz und aus Entwicklungsländern zusammenarbeiten. Es läuft in zwei Phasen von 2021 bis 2031.
Das Programm SOR4D ist ein gemeinsames Förderinstrument des SNF und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Unterstützt werden Kooperationsprojekte zwischen Forschenden und Praxispartner:innen in der Schweiz und in Entwicklungsländern. Das Programm verfolgt einen lösungsorientierten Ansatz. Es soll dazu beitragen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen und die Armut zu verringern.
Das Programm SOR4D hat zwei Phasen. Die erste Phase läuft von 2021 bis 2026 und ist mit einem Gesamtbudget von CHF 19,3 Millionen ausgestattet. Die zweite Phase läuft von 2026 bis 2031 mit einem Gesamtbudget von CHF 22,4 Millionen.
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Details
Das Programm SOR4D steht allen Disziplinen offen (Geistes-, Sozial-, Natur-, Ingenieur-, Gesundheits- und Lebenswissenschaften). Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschungsbereichen ist erwünscht. Unterstützt werden transdisziplinäre Projekte mit Akteuren sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Praxis.
Die ausgewählten Forschungsprojekte werden während drei bis vier Jahren finanziert. Projekte mit hohem Potenzial für eine Skalierung, Anwendung und Transformation können für weitere 12-24 Monate mit «Transformation Accelerating Grants» unterstützt werden.
Forschungsgesuche müssen systemische Lösungen anstreben, welche die Transformation vorantreiben und mehrere der 17 SDG-Ziele betreffen. Gesucht werden Projekte in allen Themenbereichen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und insbesondere mit Bezug zu den vier Zielen der Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz (Menschliche Entwicklung; Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung; Klima und Umwelt; Frieden und Gouvernanz).
Teilnahmebedingungen
Ein Gesuch einreichen können nur internationale Forschungskonsortien mit Beteiligung von Forschenden aus der Schweiz und Forschenden sowie Praxispartner:innen aus Entwicklungsländern (gemäss Liste des Development Assistance Committee der OECD).
Die beteiligten Forschenden müssen nachweisen, dass sie relevantes Fachwissen und Interesse an anwendungsorientierter Forschung haben und bereit sind, ihre Forschung in den Dienst der Praxis zu stellen. Bei den Praxispartner:innen muss es sich um nichtakademische, praktisch tätige Partnerorganisationen handeln, die sich für gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung in Ländern engagieren, welche internationale Hilfe erhalten. Sie sind aktiv im öffentlichen Sektor (Regierungen oder Zivilgesellschaft) oder in der Privatwirtschaft. Sie müssen wesentlich zur Festlegung des Forschungsbedarfs und der Forschungsfragen, zu den Forschungsaktivitäten und zur Verbreitung und Anwendung der Forschungsergebnisse beitragen. Damit die lösungsorientierte Forschung den Bedürfnissen und Anliegen vor Ort gerecht wird, müssen die Praxispartner:innen gut vernetzt sein und Erfahrung mit lokalen, nationalen und/oder regionalen staatlichen, politischen, zivilgesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Akteuren haben.
Die detaillierten Teilnahmebedingungen sind in der Ausschreibung festgelegt.
How To
Gesuchseinreichung
Die Gesuche sind über die Plattform mySNF einzureichen.
Die Gesuche werden in einem zweistufigen Verfahren eingereicht und ausgewählt: Zuerst ist eine Projektskizze einzureichen. Falls diese in der ersten Evaluationsrunde ausgewählt wird, folgt danach eine Einladung zum Einreichen eines Forschungsgesuchs. Projektskizzen und Forschungsgesuche sind auf Englisch zu verfassen.
Auswahlverfahren
Ein unabhängiges Evaluationsgremium mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis ist verantwortlich für die Begutachtung der Projektskizzen und Forschungsgesuche. Es gibt Förderempfehlungen an das Komitee Thematische und lösungsorientierte Forschung des Forschungsrats des SNF ab, das die definitive Entscheidung trifft.
Dokumente
Ergänzende Massnahmen
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