Sinergia – interdisziplinär, kollaborativ und bahnbrechend

Sinergia fördert die Zusammenarbeit von zwei bis vier Forschungsgruppen, die interdisziplinär und mit Aussicht auf bahnbrechende Erkenntnisse forschen ("breakthrough research").

Das Sinergia-Reglement bildet die rechtliche Grundlage für Sinergia-Gesuche und -Beiträge und beschreibt die Bedingungen, gemäss denen ein Sinergia-Beitrag gewährt werden kann.

Es stützt sich auf das Beitrags- und Ausführungsreglement des SNF zur Gewährung von Beiträgen.

  • Beitragsbedingungen im Überblick

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    Beiträge

    • Laufzeit: 1 bis 4 Jahre

    Gesuchstellende

    • Es können mindestens 2 und höchstens 4 Gesuchstellende gemeinsam ein Sinergia-Gesuch einreichen.
    • Die Gesuchstellenden müssen als Konsortium eine adäquate Erfahrung im Management von Projekten haben.
    • Eine der gesuchstellenden Personen muss als korrespondierende Person alle Gesuchstellenden gegenüber dem SNF rechtsgültig vertreten. Diese Person wird nach der Bewilligung eines Beitrags zum/zur korrespondierenden Beitragsempfänger/in. Sie darf sich nicht ausserhalb der Schweiz befinden. Die Beiträge gehen an die Institution, an welcher der/die korrespondierende Beitragsempfänger/in angestellt ist. Er/Sie ist für die Weiterleitung der Mittel verantwortlich.

    Projektpartnerinnen/Projektpartner

    • Diese leisten durch Zusammenarbeit mit dem Konsortium einen Beitrag an das Forschungsvorhaben, ohne Projektverantwortung zu tragen.
    • Ihre Rolle muss im Gesuch klar beschrieben sein.
    • Sie können von den Projektmitteln profitieren, aber ihre Leistung muss im Gesuch budgetiert werden.

    Beschränkungen

    • Nur ein Sinergia-Beitrag pro Person und Zeitraum für alle Gesuchstellenden.
    • Nur ein Sinergia-Gesuch pro Gesuchstellerin/Gesuchsteller und Stichtag.
    • SNF-Förderungsprofessorinnen und -professoren können frühestens nach Ablauf von 2 Jahren seit Beginn der Förderungsprofessur ein Sinergia-Gesuch einreichen. Ambizione-Beitragsempfängerinnen und -empfänger sind für die Dauer ihres Beitrags ausgeschlossen.
  • Weitere Bedingungen

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    Bevor mit dem Gesuch begonnen wird, muss sichergestellt werden, dass das Projekt auch den folgenden Definitionen und Regeln entspricht:

    Interdisziplinäre Forschung

    Damit ist hier Forschung über Disziplinengrenzen hinweg gemeint. Die angestrebten Forschungsziele erfordern die Integration von Elementen (Theorien, Methoden, Konzepten, etc.) aus zwei oder mehreren Disziplinen. Alle involvierten Disziplinen weisen eine vergleichbare Gewichtung auf. Kollaborative Gesuche innerhalb einer Disziplin oder Gesuche mit einer Hauptdisziplin, die von Hilfsdisziplinen ergänzt werden, sollten bei der entsprechenden Abteilung der Projektförderung eingereicht werden.

    Ein Gesuch sollte Disziplinen aus mindestens zwei verschiedenen Forschungsgebieten der folgenden SNF-Liste zugeordnet sein:

    Kollaborative Forschung

    Die angestrebten Forschungsziele können nur erreicht werden, indem mehrere Gesuchstellende komplementäre Kompetenzen und Kenntnisse in einem neuen, gemeinsamen Forschungsansatz zusammen bringen. Die Kollaboration von Forschungsgruppen aus verschiedenen Institutionsarten (FH, PH, Uni, ETH, etc.) wird auch begrüsst.

    Potenziell bahnbrechende Forschung

    "Breakthrough research" ist gekennzeichnet durch ein hohes Potenzial zur Verschiebung oder Aufhebung existierender Paradigmen. Diese Art von Forschung stellt Modelle, Theorien, Lehrmeinungen, Forschungsansätze, Methoden usw. in Frage bzw. geht über sie hinaus. Sie erschliesst neue Forschungsfelder und hat oft eine Risikokomponente (high-risk high-reward).

    Eligibility (Teilnahmeberechtigung)

    • Alle Gesuchstellenden müssen ein Doktorat seit mindestens 4 Jahren oder eine äquivalente Forschungserfahrung haben.
    • Alle Gesuchstellenden müssen für die Dauer des Forschungsprojekts eine Anstellung im Umfang von mindestens 50% an einer für die Forschungsförderung des SNF zugelassenen Forschungsstätte innehaben, oder ihnen muss eine solche Anstellung schriftlich zugesichert sein.
    • Gesuchstellende müssen in der Lage sein, Forschungsprojekte in eigener Verantwortung durchzuführen und die darin beschäftigten Mitarbeitenden zu führen.
    • Alle Gesuchstellenden müssen einen substantiellen Beitrag an das Forschungsvorhaben leisten können. Die für die beantragten Forschungsarbeiten erforderliche Forschungsinfrastruktur muss den Gesuchstellenden zur Verfügung stehen.
    • Ab insgesamt drei Gesuchstellenden kann eine der gesuchstellenden Personen an einer Forschungsstätte im Ausland tätig sein, wenn ihre Kompetenzen notwendig sind, das heisst nicht innerhalb der Schweiz zur Verfügung stehen (2+1, 3+1).
  • Gesuchsvorbereitung und -eingabe (mySNF, Forschungsplan, etc.)

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    Gesuche müssen über die online Plattform mySNF eingereicht werden:

    Es wird empfohlen, so früh wie möglich nach Ausschreibungsbeginn mit der Eingabe der Informationen zum Gesuch in mySNF zu beginnen. Das Einrichten eines neuen mySNF-Benutzerkontos kann bis zu einer Woche dauern. Auf mySNF sind detaillierte Anleitungen zum Verfassen und Einreichen eines Gesuchs zu finden. Dieses ist in Englisch zu verfassen.

    Sowohl Lebensläufe und wissenschaftliche Leistungsnachweise aller Gesuchstellenden als auch der Forschungsplan müssen als PDF-Dokumente über mySNF eingereicht werden. Folgende Vorgaben sind genau oder sinngemäss zu befolgen:

    Das Gesuch muss einen Data Management Plan (DMP) gemäss den Vorgaben des SNF beinhalten. Der DMP wird direkt in mySNF erfasst. Es ist nicht möglich, den DMP als separates PDF Dokuments einzureichen.

    Bitte beachten Sie für die Einreichung Ihres Gesuches die benötigte Zeit um einen DMP zu erstellen.

  • Auswahlverfahren und Entscheid

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    Beurteilungskriterien

    Im Rahmen der allgemeinen Beurteilungskriterien des SNF (wissenschaftliche Qualität des Forschungsvorhaben, wissenschaftliche Qualifikation der Forschenden) wird für die Gewährung von Sinergia Beiträgen ein spezielles Gewicht auf folgende Punkte gelegt:

    • Bahnbrechender Charakter des Forschungsvorhabens: hohes Potenzial zur Verschiebung oder Aufhebung existierender Paradigmen („breakthrough research“)
    • Fähigkeit der Gesuchstellenden zu bahnbrechender Forschung sowie Komplementarität ihrer Kompetenzen und Kenntnisse
    • Qualität der interdisziplinären Zusammenarbeit und Adäquanz der Organisation im Hinblick auf die gemeinsamen Forschungsziele
    • Angemessenheit des beantragten Budgets.

    Begutachtung

    Das Evaluationsverfahren verläuft in drei Schritten:

    • Formale Prüfung: Die Geschäftsstelle des SNF prüft, ob die formalen und persönlichen Voraussetzungen zur Gesuchstellung erfüllt sind. Sie kann ausserdem prüfen, ob das Gesuch den Regeln der wissenschaftlichen Integrität entspricht:
    • Reglement über den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten (PDF, 111 kB)

    • Internationales Peer-Review Verfahren: Das Gesuch wird in der Regel an mindestens zwei externe Gutachtende verschickt und mithilfe eines Fragebogens bezüglich der Sinergia-Beurteilungskriterien evaluiert. Am Ende des Evaluationsverfahrens stehen die anonymisierten Gutachten den Gesuchstellenden übermySNF zur Einsicht bereit.
    • List of questions for the assessment of Sinergia applications (in Englisch) (PDF, 202 kB)

    • Prüfung durch die Sinergia-Evaluationskommission: Das Gesuch wird, gestützt auf die eingeholten externen Gutachten, durch zwei Mitglieder der Sinergia Evaluationskommission geprüft und gemäss den Sinergia-Beurteilungskriterien eingestuft. Anschliessend berät die gesamte Sinergia Evaluationskommission vergleichend über alle Gesuche und fällt zu jedem Gesuch einen vorläufigen Entscheid. Zuletzt überprüft das Präsidium des Forschungsrats die Korrektheit des Verfahrens, die Einhaltung des Budgets sowie der gegebenen Rahmenbedingungen und genehmigt gegebenenfalls den Entscheid der Evaluationskommission.

    Kommunikation des Entscheides

    Der abschliessende/definitive Entscheid wird in der Regel fünfeinhalb bis sechs Monate nach Gesuchseingang gefällt. Die Geschäftsstelle des SNF kommuniziert so rasch wie möglich den abschliessenden/definitiven Entscheid mit einer Verfügung (gemäss dem Bundesgesetz über Verwaltungsverfahren) an die Gesuchstellenden.

  • Sinergia Evaluationskommission

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    Die Liste umfasst die Mitglieder des Evaluationsgremiums von Sinergia Evaluationskommission. Der SNF versteht es als Teil der guten wissenschaftlichen Praxis, dass Gesuchstellende und Mitglieder von Evaluationsgremien nicht wegen eines beim SNF eingereichten Gesuchs miteinander in Verbindung treten.

  • FAQ

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    Finanziert Sinergia auch Forschungsgruppen im Ausland?

    ​Ja, Sinergia-Projekte können höchstens eine Forschungsgruppe aus dem Ausland beinhalten. Wie die schweizerischen Gruppen des Projekts kann auch diese Gruppe  Förderungsgelder zur Durchführung der Forschung im Rahmen des Sinergia-Projekts erhalten.

    Können sich zwei Forschungsgruppen derselben Institution an einem Sinergia-Projekt beteiligen?

    ​Ja, zwei Forschungsgruppen derselben Institution können sich an einem Sinergia-Projekt beteiligen, wenn sie in verschiedenen Labors arbeiten.

    Steht Sinergia auch Forschenden offen, die keine Festanstellung als Professorin oder Professor an einer universitären Hochschule haben?

    ​Sinergia steht etablierten Forschenden offen. Etablierte Forschende im Sinne des SNF sind ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine unbefristete oder längerfristige Stelle an einer Schweizer Forschungsinstitution haben, über (eine) eigene Forschungsgruppe(n) verfügen, bereits erfolgreich Drittmittel in kompetitiven Verfahren eingeworben haben, wissenschaftlichen Nachwuchs ausbilden sowie über Erfahrung bezüglich Organisation und Management wissenschaftlicher Projekte verfügen.

  • Ergänzende Massnahmen

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  • News

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